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Coronavirus

Großbritannien könnte im Juni die Abstandsregel kippen

Archivbild von Premier Boris Johnson beim Besuch eines Pubs in London Mitte April.
Archivbild von Premier Boris Johnson beim Besuch eines Pubs in London Mitte April.REUTERS
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Schon Mitte Juni sollen etwa in britischen Pubs oder Theatern die Abstandsregeln der Vergangenheit angehören. Unterdessen gibt es mehr neue Fälle der indischen Mutante im Land.

Die „Ein-Meter-plus"-Regel soll in Großbritannien schon bald der Vergangenheit angehören. Das berichtet die Zeitung „The Times“ am Montag. Ab 21. Juni sollen Pubs, Restaurants, Theater und Kinos wieder normal und ohne Restriktionen öffnen können.

Jedoch müsse weiterhin in manchen Bereichen Maske getragen werden, um Ansteckungsrisiken zu minimieren. Doch könnten so manche Einrichtungen zum ersten Mal seit 15 Monaten wieder ihre volle Kapazität nutzen.

Außenminister Dominic Raab bestätigte am Sonntag allerdings, dass einige der Coronavirus-Maßnahmen noch über Mitte Juni hinaus bestehen bleiben sollen, was im Gastgewerbe Besorgnis hervorrief. „Bedingungen, Gegenmaßnahmen und Schutzmaßnahmen“ würden bleiben müssen - etwa gewisse Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Mehr als 34 Millionen Menschen haben im Land bereits die erste Teilimpfung erhalten. Die Impfkampagne wird im ganzen Land breit ausgerollt, nachdem die von der Regierung vereinbarten Risikogruppen (Über-50-Jährige, bzw. Menschen mit Vorerkrankungen) bis Mitte April ihre Impfung bekommen haben.

Sorge um indische Mutante

Wie in anderen europäischen Ländern bereitet die Ausbreitung der indischen Mutante auch in Großbritannien Sorge. Die Variante B.1617 könnte innerhalb weniger Wochen die zweithäufigste im Königreich werden, warnten Experten letzte Woche. Derzeit habe man es mit rund 400 Fällen zu tun. Doch auch die britischen Behörden betonen, dass es derzeit keine Indizien dafür gebe, dass sich die indische Mutante schneller verbreiten würde als etwa die britische oder gar zu schwereren Verläufen führen würde.

Ähnlich schätzt die Lage auch der österreichische Gesundheitsminister Wolfgang Mückstine (Die Grünen) ein. Die indische Mutante würde die hierzulande geplanten Öffnungsschritte nicht gefährden.

Wales öffnet

Dank einer recht entspannten Corona-Infektionslage dürfen sich die Menschen in Wales seit Montag unterdessen über weitere Freiheiten freuen. Fitnessstudios, Schwimmbäder und Kulturzentren durften nach den Plänen der walisischen Regionalregierung nach monatelangem Lockdown wieder öffnen, auch Fitnesskurse und Aktivitäten für Kinder sind wieder erlaubt.

Private Treffen konnten bisher nur draußen stattfinden - nun dürfen Haushalte sich mit einem weiteren Haushalt zu einer exklusiven "Bubble" (deutsch: "Blase") zusammentun und auch in Innenräumen treffen. Regierungschef Mark Drakeford rief die Menschen trotzdem auf, nicht unvorsichtig zu werden und die gute Lage zu gefährden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Wales zuletzt unter 15 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die britischen Landesteile legen alle ihre eigenen Corona-Maßnahmen fest.

In England ist die nächste Lockerungsstufe für den 17. Mai geplant, sie muss allerdings noch von der Regierung bestätigt werden. Am Montag verkündeten Minister bereits, dass ab diesem Datum bei Beerdigungen in England keine Beschränkung der Teilnehmerzahl mehr gelten soll. Bisher sind nur 30 Anwesende erlaubt.

(Red.)