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Arbeitsmarkt

Immer mehr Menschen sind immer länger ohne Job

Besonders stark ist die Arbeitslosigkeit im April in der Gastronomie gesunken. Dort gab es in der Krise aber auch mitunter die stärksten Anstiege.imago images/Viennareport
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Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer ist im April einmal mehr signifikant gesunken. Gleichzeitig nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit weiter zu. Ein Problem, das nicht erst die Covid-Krise ins Land gebracht hat.

Schwere Abstürze haben oft eine rasante Erholung zur Folge. Das zeigt sich derzeit auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Am Montag konnte das Arbeitsmarktservice (AMS) einmal mehr rückläufige Zahlen verkünden: Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer sank im April um 24,2 Prozent. 433.443 Menschen in Österreich hatten keine Arbeit. Doch der starke Rückgang ist der Tatsache geschuldet, dass die Arbeitslosigkeit vor einem Jahr als Folge des Lockdowns exorbitant in die Höhe geschossen ist. Man nennt das einen Basiseffekt. Auf dem Höhepunkt im April waren 600.000 Menschen ohne Job, ein Rekordwert in der Zweiten Republik.

Problematisch ist, dass sich die Arbeitslosigkeit zunehmend verfestigt. Während die allgemeine Arbeitslosigkeit deutlich sinkt, legte die Zahl der Langzeitarbeitslosen im April einmal mehr zu. 97.355 Menschen waren zuletzt ein Jahr oder länger ohne Job, das waren um 78 Prozent mehr als im April 2020. Eine andere, treffendere Methode, um die Verfestigung zu messen, ist die Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Hier werden Zeiten von Schulungen und Weiterbildungen herausgerechnet und in der Statistik gleich wie Zeiten der Arbeitslosigkeit behandelt. Diese Gruppe umfasste im April 148.436 Menschen, um 29 Prozent mehr als vor einem Jahr (Überschneidungen zwischen den zwei Gruppen sind möglich).