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Quergeschrieben

Erinnerungen an den Putsch auf der Löwelbühne

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Am 9. Mai 2016 warf Faymann das Handtuch.APA/AFP/DIETER NAGL
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Viele Polit-Oldies klagen über Rücktrittsschmerzen. Werner Faymann schweigt. Und wird von der (Partei-) Geschichte rehabilitiert werden.

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Erinnern Sie sich noch an die ersten Maitage vor fünf Jahren? Am Tag der Arbeit fegte ein pfeifkonzertanter Orkan den damaligen SPÖ-Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Werner Faymann beinah vom Rathausplatz, als dieser, ohne Nelke im Knopfloch, ans Rednerpult trat und den innerroten Flügelkämpfern einen „gemeinsamen Weg“ vorschlug. „Ein Bundeskanzler, der sich von kritischen Diskussionen zurückdrängen lässt, hätte erst gar nicht Bundeskanzler werden sollen“, sagte er galgenhumorig, im Übrigen werde er trotz der Missfallenskundgebungen an seinem Kurs festhalten. Der hatte allerdings nur mehr ein paar Tage Lebensdauer: Am 9. Mai 2016 warf Faymann das Handtuch, wieder drei Tage später trat ÖBB-Manager Christian Kern die Nachfolge als SP-Parteichef und Bundeskanzler an.