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Pianist

Igor Levit: "Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde"

Igor Levit (c) Christoph Soeder / dpa / picture
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Dem Pianisten gelang es, im Lockdown den Menscher per Hauskonzert musikalisch Trost zu spenden. Solche soll es weiter geben, aber öffentliche Konzerte über Streams nicht.

Er spricht wohl vielen Musikern aus der Seele: Starpianist Igor Levit (34) wird seine Zeit als sogenannter Artist in Residence in der Düsseldorfer Tonhalle zwar mit einem Livestream-Konzert beginnen. Es werde aber der letzte Stream in einem öffentlichen Raum sein, sagte der Künstler in einer Online-Pressekonferenz. "Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde", erklärte er.

Levit hat seit dem Beginn der Pandemie auf Twitter viele Hauskonzerte übertragen - und damit ein großes Publikum erreicht. Diese privaten Konzerte waren ein gesellschaftliches Gesamtkunstwerk. Kein Star der Klassikwelt hat im Lockdown geschafft, was Levit gelang: unzähligen Menschen, die nicht recht wussten, wie ihnen mit den Ausgangsbeschränkungen geschah, den Trost musikalischer Gemeinschaft zu geben. Solche Hauskonzerte wird es auch weiter geben, wie Levit sagte. Aber keine mehr von einer Konzertbühne.

Ab November wird der Pianist in der Konzertsaison 2021/22 in Düsseldorf acht Konzerte in verschiedenen Formaten geben. Darunter sind ein Konzertnachmittag, den der Kabarettist Christian Ehring moderiert, sowie Soloauftritte, Symphonieabende und Kammermusik. Derzeit ist der Geiger Frank Peter Zimmermann in Düsseldorf Artist in Residence. Er wird am 28. Mai ebenfalls in einem gestreamten Konzert auftreten.

Eines der vielen Hauskonzerte über Twitter:

 

(dpa/red.)