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Europa

Wie die EU lernte, mit der Pandemie umzugehen

Krisen erfordern Improvisation - und das geht am besten bei einem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel.REUTERS
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Der niederländische Staatsphilosoph Luuk van Middelaar analysiert in seinem bei Suhrkamp erschienenen Essay „Das europäische Pandämonium“ die Veränderungen, die Corona in Europa bewirkt hat, und ortet das Entstehen einer europäischen Öffentlichkeit.

Wien. Sich Anfang 2021 ein Urteil über den Umgang der EU mit der Herausforderung der Coronapandemie machen zu wollen, ist ein verwegenes Unterfangen – noch ist die Krise nicht überwunden, noch sind alle ihre Folgen nicht sichtbar und die Effektivität der europäischen Gegenmaßnahmen nicht abzusehen. Der niederländische Historiker und Staatsphilosoph Luuk van Middelaar geht dieses intellektuelle Wagnis in seinem soeben bei Suhrkamp erschienenen Essay „Das europäische Pandämonium“ dennoch ein. Trotz der oben erwähnten Wissenslücken und des knappen Zeithorizonts, der nur das Jahr 2020 umfasst, hat van Middelaar, der von 2009 bis 2014 als Berater des ersten EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy das Innenleben des Brüsseler Maschinenraums kennengelernt hatte, mindestens vier relevante Erkenntnisse zu bieten.