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Israel

„Bibi“ gehen die Koalitionsvarianten aus

REUTERS
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Benjamin Netanjahus Mandat für eine Regierungsbildung läuft aus: Er setzt nun auf Last-Minute-Coups.

Der Chef einer Kleinpartei mit sieben Sitzen könnte Israels nächster Ministerpräsident werden – wenn es nach dem Amtsinhaber Benjamin Netanjahu geht. In dem Versuch, in letzter Minute eine Koalition auf die Beine zu stellen, machte er Naftali Bennett, dem Vorsitzenden der rechten Yemina-Partei, ein verlockendes Angebot. „Zugunsten des Staatswohls“, verkündete Netanjahu, „habe ich Naftali Bennett gesagt, ich bin bereit, seine Bitte um eine Rotationsabmachung zu erfüllen, bei der er als Erster für ein Jahr als Premier dienen würde“.

Netanjahu hat guten Grund, den Einsatz zu erhöhen: Das Mandat zur Regierungsbildung, das Präsident Reuven Rivlin ihm vor vier Wochen übergeben hatte, lief Dienstagnacht aus. Rivlin hat nun am Mittwoch Unterredungen mit Naftali Bennett (Yamina-Partei) und dem bisherigen Oppositionsführer Yair Lapid von der Zukunftspartei angesetzt. Netanjahu bleibt vorerst an der Spitze einer Übergangsregierung. Rivlins Gespräche mit Netanjahus Konkurrenten könnte einen Regierungswechsel einleiten – und Netanjahus rechte Likudpartei zum ersten Mal seit zwölf Jahren in die Opposition schicken