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Management

Namhafte deutsche Kapazunder im Rennen um Nachfolge an IHS-Spitze

Ökonom Lars Feld (re) könnte Nachfolger von Martin Kocher (li) als IHS-Chef werden
Ökonom Lars Feld (re) könnte Nachfolger von Martin Kocher (li) als IHS-Chef werdenDie Presse/Fabry
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Kuratorium entscheidet Ende Juni über Martin-Kocher-Nachfolge. Der "Kurier" nennt Wirtschaftsforscher Lars Feld und Guntram Wolff
als chancenreiche Kandidaten.

Im Rennen um die Nachfolge von Arbeitsminister Martin Kocher als neuer Leiter des Instituts für Höhere Studien (IHS) sind mehrere namhafte deutsche Kapazunder. Auf der aktuellen Shortlist sollen sich fünf Wissenschafter befinden - als Spitzenkandidaten würden sich die zwei deutschen Top-Wirtschaftsforscher Lars Feld und Guntram Wolff abzeichnen, berichtete der "Kurier" in seiner Mittwoch-Ausgabe. Entscheiden solle das IHS-Kuratorium Ende Juni.

Feld (54), Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und Leiter des dortigen Eucken-Instituts, ist zehn Jahre lang im Rat der Wirtschaftsweisen in Deutschland gesessen und war bis Februar 2021 dessen Vorsitzender. Eine neuerliche Berufung war wie berichtet am Widerstand von SPD-Finanzminister Kanzlerkandidat Olaf Scholz gescheitert. Feld sitzt auch dem wissenschaftlichen Beirat der CDU vor, zudem ist er Beiratspräsident des wirtschaftsliberalen Instituts Agenda Austria.

Der noch etwas jüngere Wolff soll dem Bericht zufolge der Kandidat von IHS-Präsident Franz Fischler sein und auch im Institut favorisiert werden. Wolff begann seine Karriere in der EU-Kommission und ist Direktor des Bruegel-Instituts in Brüssel, seine Themenschwerpunkte sind Wirtschaftspolitik, Fiskal- und Steuerpolitik sowie der Klimawandel. Er gelte als streitbarer Ökonom, unter ihm sei Bruegel zu den international meistzitierten Denkfabriken aufgestiegen, Wolff publiziert weltweit eifrig in zahlreichen Medien. Seit heuer berät er auch die G-20 in Sachen Corona-Prävention.

Als Wunschkandidat in Wirtschaftskreisen soll laut "Kurier" auch der international renommierte Ernst Fehr gegolten haben, gebürtiger Vorarlberger und seit Jahren immer wieder für den Ökonomie-Nobelpreis gehandelt. Der Professor an der Universität Zürich ist Vorreiter der Verhaltensökonomie - ein Gebiet, auf das auch der frühere IHS-Leiter Kocher spezialisiert ist. Die beiden traten in den vergangenen Jahren auch wiederholt gemeinsam öffentlich in den Dialog; auf YouTube kann man dazu fündig werden. Fehr hat sich für den IHS-Job jedoch nicht beworben, so die Zeitung. Das gelte auch für die ebenfalls als Kandidatin gehandelte einzige Institutschefin in Österreich, Monika Köppl-Turyna von Eco Austria.

(APA)