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Plattformsperren

Er ist wieder da: Donald Trump als Blogger

imago images/ZUMA Wire
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Anfang des Jahres zogen die großen Plattformen Donald Trump den Stecker. Auf Twitter ist die Rückkehr ausgeschlossen, bei Facebook zumindest für die nächsten sechs Monate. Mit einem Twitter ganz für sich, meldet sich Trump zurück.

Das Ende seiner Zeit war unrühmlich. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde zwar nach dem Sturm auf das US-Kapitol auch bei seinem zweiten Impeachment-Verfahren nicht des Amtes enthoben. Die Social-Media-Plattformen, allen voran Twitter, entzogen ihm sein wichtigstes Kommunikationstool. Nach mehr als vier Monaten Zwangsabstinenz kehrt er zurück: Mit einem Twitter-Pendant, wo nur er das Sagen hat.

Zwischen Werbeartikeln wie einer Tasse mit der Aufschrift: „Mach mich nicht verantwortlich, ich habe Donald Trump gewählt“, hat man gleich zwei verschiedene Nachrichtensektionen, in denen er Beiträge postet. Zugleich umgeht er damit die Sperren der Plattformen, denn derzeit ist das Teilen seiner sogenannten Statements möglich.

Die Rhetorik Trumps hat sich auch in seiner Zwangspause nicht geändert. In der Sektion „Vom Tisch Donald J. Trumps“ scheinen im Twitter-Stil  seine Kurznachrichten auf. Dort teilt er von der Seitenlinie seine Ansichten auf die Welt und das Geschehen in den USA. Unter der offiziell anmutenden Sektion „News" können Nachrichten des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten geteilt werden. Die Streuungsmöglichkeiten wurden jedoch deutlich nach oben geschraubt. Keine Plattform wurde ausgelassen. Mehr als 180 werden aufgelistet, wobei die Anhängerschaft auf StudiVZ und Google Classroom überschaubar sein wird.

Trump will wieder zurück, das geht aber derweil nur mit Hilfe seiner Anhänger.(c) Screenshot

Es schreibt auch nicht Donald Trump, sondern der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Es geht um Wahlen in Texas und dem Festhalten daran, dass die Wahlen, die ihm eine zweite Amtszeit verwehrten, nicht ordnungsgemäß abliefen.

Auch Facebooks Türen bleiben verschlossen

Nach der Verbannung von den Online-Diensten war Trump in den vergangenen Monaten darauf angewiesen, Stellungnahmen per E-Mail zu verschicken. Davor war der Twitter-Account mit mehr als 80 Millionen Abonnenten sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal.

Eine Rückkehr zu Twitter schließt das Unternehmen seit den Unruhen am Kapitol kategorisch aus. Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium Oversight Board hat am Mittwoch über die Sperre beraten. Er bleibt bei Facebook gesperrt. Zugleich forderte das Oversight Board das Online-Netzwerk aber auf, binnen sechs Monaten den Sachverhalt noch einmal zu prüfen.

Mit Hilfe seiner Anhänger will er wieder zu alten Reichweiten aufsteigen. Ein schwieriges Unterfangen.