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Deutschland

Außenminister Maas: Deutsche sollen auch im Ausland Urlaub machen, wenn möglich

Heiko Maas, deutscher Außenminister
Heiko Maas, deutscher Außenministerimago images/photothek
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"Wenn wir es schaffen, täglich mehr als eine Million Menschen zu impfen, werde ich mich einsetzen, dass sie im Sommer so viel Urlaub machen können wie möglich", sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas.

Es sei die Erwartung der Bürger, dass Urlaub im Sommer möglich werde. Das sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas am Donnerstag vor dem Verein der Auslandspresse in Berlin. Es werde von der Corona-Situation abhängen, aber: "Wenn wir es schaffen, täglich mehr als eine Million Menschen zu impfen, werde ich mich einsetzen, dass sie im Sommer so viel Urlaub machen können wie möglich, auch im Ausland", sagte Maas.

Es sei wichtig, den Menschen in Deutschland eine Perspektive zu geben, denn sie befänden sich nun schon seit vier Monaten im Lockdown, gab Maas zu bedenken. Dass US-Präsident Joe Biden die Aufhebung der Impfstoffpatente überlege, sei für ihn nach dem gestrigen G7-Gipfel in London nicht unvermittelt gekommen, sagte der deutsche Außenminister. Dort habe schon der amerikanische Außenminister Antony Blinken signalisiert, dass er offen für diese Diskussion sei.

"Ich finde das richtig, wir befinden uns in einer derartigen Notlage, dass alle Möglichkeiten auf den Tisch gelegt werden müssen", sagte Maas. Allerdings würden schnelle Lösungen benötigt. Dies sei derzeit nur durch Kapazitätserhöhung und Optimierung der Lieferketten zu erreichen. "Grundsätzlich müssen wir uns mit der Frage ernsthaft auseinandersetzen. Ich bin ergebnisoffen." In einem solchen Fall müssten aber auch die Modalitäten definiert werden. "Es kann auch nicht sein, dass das dann in Hände von Unternehmen kommt, die Profitabsichten haben", sagte Maas.

Große Übereinstimmung bei G7

Der deutsche Außenamtschef betonte zudem die große Übereinstimmung beim gestrigen G7-Gipfel. "Außer dem Thema Nord Stream 2 fällt mir keine unterschiedliche Meinung ein", so Maas. "In allen anderen Themen arbeiten wir sehr, sehr intensiv zusammen." Ausdrücklich lobte er die Ergebnisse des G7-Gipfels, insbesondere das gemeinsame Verhalten gegenüber China: "Da haben alle ihre Handelsinteressen. Dass wir da Fragen von Menschenrechten viel stärker in den Vordergrund rücken, zeigt die große Übereinstimmung."

Im Bezug auf Russland zeigte sich Heiko Maas nach den Truppenbewegungen weg von ukrainischer Grenze, "froh und erleichtert, dass sich die Lage entspannt". Doch solange der Konflikt mit der Ukraine nicht gelöst sei, könnten die Spannungen weiter bestehen. Deshalb sei es wichtig, dass beide Seiten die Minsker Vereinbarungen einhalten. "Wichtig ist, dass es zu einem Treffen zwischen den Präsidenten Biden und (Wladimir) Putin kommen wird", sagte der deutsche Außenminister. "Das würde auch der Linie des amerikanischen Präsidenten entsprechen, der zwar eine klare Linie gegenüber Russland vertritt, aber immer gesprächsbereit ist." Das Signal einer Einladung Bidens sei "außerordentlich begrüßenswert", sagte Maas.

(APA)