Italien plant, die Gelder des EU-Wiederaufbauprogramms für Infrastrukturprojekte zu nutzen. In den nächsten Jahren fließen 25 Milliarden Euro in das Bahnnetzwerk.
Italien will die Gelder des EU-Wiederaufbauprogramms "Recovery Plan" zur Förderung großer Infrastrukturprojekte nutzen. Ein Teil davon wird der Modernisierung des Bahnnetzes dienen. Damit soll die Zahl der Passagiere auf Schiene um zehn Prozent und der Waren um 30 Prozent steigen, geht aus dem "Recovery Plan" hervor, den Italien der EU-Kommission vorgelegt hat. 25 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren dem Bahnsystem zufließen.
„Moderner, digitaler, nachhaltiger"
Das Bahnsystem soll damit "moderner, digitaler und nachhaltiger" werden. Investiert wird nicht nur in Hochgeschwindigkeit, sondern auch in regionale Bahnlinien. Vorgesehen ist außerdem das Restyling von 48 Bahnhöfen. "Dank der Investitionen im Bahnbereich werden 20.000 neue Jobs entstehen. De facto sind die Staatsbahnen der größte Investor Italiens", betonte der Chef der italienischen Staatsbahnen (FS - Ferrovie dello Stato), Gianfranco Battisti laut der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" (Freitagsausgabe).
Nachdem in den vergangenen Jahren in die Bahn-Hochgeschwindigkeit auf der Nord-Süd-Achse Turin-Mailand-Rom-Neapel investiert wurde, sollen jetzt auch andere Städte besser vernetzt werden. Die Ausschreibungen für die Aufträge zur Modernisierung des Bahnnetzes sollen vereinfacht werden, sagte Battisti. Dank der Modernisierung der Infrastrukturen sollen Genua, Mailand und Turin enger vernetzt werden. Vier Milliarden Euro werden in Technologie investiert. "Damit rücken wir zu Europas stärkstem Investor im Bereich Bahntechnologie auf", sagte Battisti.