Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Forschungsfrage

Warum kommt ein Bumerang zurück?

Ein Bumerang kommt zurück?“, fragen sich jetzt jene, die das Wurfholz nach einigen frustrierenden Versuchen in einer Ecke des Gartens haben liegen lassen.
Ein Bumerang kommt zurück?“, fragen sich jetzt jene, die das Wurfholz nach einigen frustrierenden Versuchen in einer Ecke des Gartens haben liegen lassen.Imago Images
  • Drucken

Zum Werfen und Fangen gehört einiges Geschick. Physikalisch betrachtet sind jedoch Auftrieb und Drehimpuls die entscheidenden Größen.

Ein Bumerang kommt zurück?“, fragen sich jetzt jene, die das Wurfholz nach einigen frustrierenden Versuchen in einer Ecke des Gartens haben liegen lassen. Tatsächlich fliegt ein gut geworfenes Exemplar mehr als 100 Meter weit, bevor es in elegantem Bogen retour fliegt. Die australischen Aborigines gelten häufig als Schöpfer des Bumerangs – das Wort hat seinen Ursprung auch in ihren Sprachen. Funde auf fast allen Kontinenten belegen allerdings, dass Bumerange in vielen Kulturen als Jagdgeräte verbreitet waren. Doch wie lässt sich ihr Flugverhalten erklären?

Zwei physikalische Größen sorgen für den charakteristischen Rundflug: Auftriebskraft und Drehimpuls. „Zunächst muss man den Schliff betrachten“, so Thomas Plotz, Professor für die Didaktik der Naturwissenschaften an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems. Die Tragflächen des Sportgeräts haben an der gegen den Wind gerichteten Seite eine breitere Kante, so wie die Flügel eines Flugzeugs. „Die vorbeiströmende Luft und die Form der Tragfläche erzeugen einen Auftrieb“, so Plotz.

Stellte man sich zwei verbundene Bumerangs vor und drehte diese nun horizontal zur Erde, würde der so entstandene Propeller in die Höhe fliegen. Doch ein Bumerang wird beinahe vertikal, in einem Winkel zwischen 5 und 20 Grad, geworfen. „Die Auftriebskraft wirkt jetzt teilweise zur Seite”, erklärt Plotz: „Die im Flug jeweils nach oben zeigende Tragfläche rotiert mit der Wurfrichtung, die jeweils untere gegen die Wurfrichtung. Die sogenannte Anströmgeschwindigkeit ist am oberen Rotor also immer etwas höher als am unteren. Das sorgt für einen Seitendrall und ist auch der Grund, warum Bumerange eine Kurve fliegen.“ Der angewinkelte Wurf hält das Sportgerät aber auch in der Luft: „Ein komplett senkrecht geworfener Bumerang würde bald zu Boden fallen“, sagt Plotz.