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Interview

Edtstadler: „Kompetenzen nicht reflexartig an EU übertragen“

Europaministerin Karoline Edtsstadler (ÖVP)
Europaministerin Karoline Edtsstadler (ÖVP)Michèle Pauty
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Europaministerin Karoline Edtstadler zur EU-Skepsis in Österreich und ihren Wünschen für die EU-Zukunftskonferenz.

Die Presse: Am 9. Mai startet die Konferenz zur Zukunft Europas. Es ist nicht der erste Anlauf zu einer Reform der EU. Schon jetzt erwarten Kritiker keinen großen Wurf. Sind Sie da optimistischer?

Karoline Edtstadler: Ich bin optimistischer, weil sich erstmals alle drei EU-Institutionen darauf verständigt haben, das aufzunehmen, was Bürgerinnen und Bürger wollen. Wir können kein Europa an den Bürgern vorbei weiterentwickeln. Wir brauchen dafür offene Zugänge und Kreativität, um zu klären, was Europa können muss. In der Krise haben wir gesehen, wie sehr wir von anderen Kontinenten abhängig sind, wie zum Beispiel bei der Produktion von Medikamenten. All das hat wachgerüttelt.

Kann es etwas werden, wenn einige Regierungen mit angezogener Handbremse losfahren und Änderungen am EU-Vertrag von vornherein ausschließen?