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Roman

Ledige Kinder sollen nix können

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Im Roman „Die alte Johanna“ erzählt Renate Welsh das Leben ihrer Romanheldin weiter: Gerade das Alltägliche macht die Geschichte so wertvoll.

Warum putzt die ältere Nachbarin ihre Fenster öfter als andere Frauen? Warum geht sie immer nur mit sauberer Kleiderschürze durchs Dorf? Warum muss ihr Hof immer perfekt gefegt sein? Das fragt sich im neuen Roman der Wienerin Renate Welsh die Ich-Erzählerin nach dem Kauf eines Bauernhofs. Antworten auf diese Fragen erhält sie, als die Nachbarin von ihrer Kindheit erzählt.

Die Ich-Erzählerin ist die Autorin selbst, die durch Kinder- und Jugendbücher wie „Vamperl“ bekannt wurde und heute 83 Jahre alt ist. Und die Nachbarin ist die gealterte Protagonistin aus Welshs Roman „Johanna“ von 1979. Er war, anders als der neue Roman, vor allem für Jugendliche gedacht. Welsh dokumentierte darin erzählerisch die Bauernwelt der Zwischenkriegszeit, die schon Ende der 1970er-Jahre in ihrer Härte kaum noch vorstellbar war.