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Der Pokal für den Europameister glänzt, Maskottchen Skillzy ist bereit.
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Fußball-EM: Die verschwundene Euphorie

In 28 Tagen startet die Fußball-EM. Österreich ist zwar qualifiziert, aber nicht euphorisiert. Stattdessen regiert die Skepsis, ob eine Endrunde in elf Städten quer über den Kontinent verteilt sicher und sinnvoll ist. Annäherung an ein Turnier im Schatten der Pandemie.

Vor knapp neun Jahren, im Juni 2012, sprach der damalige Uefa-Präsident Michel Platini erstmals die Idee aus, wie er den Fußball in Europa auf seine Art und Weise revolutionieren wolle. Eine EM, quer über den ganzen Kontinent verteilt, schwebte dem einflussreichen Franzosen vor. Und was könnte es für einen passenderen Anlass geben als das 60-jährige Bestehen des Bewerbs im Jahr 2020. Irgendwie trafen Platinis Gedanken den Nerv der Zeit in einer Welt voller Gigantismus, in der die Zukunft die Vergangenheit stets übertrumpfen muss. Sein Wunsch fand Gehör. Im Schweizer Nyon, wo der europäische Fußballverband seinen Sitz hat, rieben sich die Mächtigen die Hände. 13 Städte in 13 Ländern wurden aus insgesamt 19 Bewerbern als Spielorte auserkoren. Das eröffnete der Uefa völlig neue Möglichkeiten, vor allem hinsichtlich der Vermarktung. So viele Geldquellen hatte der Verband noch nie anzapfen können, in mehr als zwei Ländern war schließlich noch keine der bisherigen 15 Endrunden ausgetragen worden.

Im Mai 2021 ist die Welt vielleicht keine bessere, aber sie ist zumindest eine um einige Erfahrungen reichere. Der Beschluss der Mega-EM war gefasst worden, noch bevor Greta Thunberg die Bühne betrat und die Fridays-for-Future-Bewegung den Globus erfasste. Rückblickend sind die Fragezeichen nur noch größer geworden. Ein Turnier von Glasgow bis Baku – was hat man sich dabei gedacht? Die Klimafreundlichkeit eines solchen Events ist die eine Facette, sie mutet absurd an. Das Coronavirus hat der Veranstaltung eine weitere hinzugefügt.

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