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FPÖ benutzt empörte Schwarzer als "Wahlhelferin"

Alice Schwarzer
(c) AP (Fritz Reiss)
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Die prominente Deutsche wird auf einem FPÖ-Inserat gegen den Islamismus zitiert - ungefragt. Schwarzer: "Ich hätte das nicht zugelassen." Sie ist sich nicht einmal sicher, ob das Zitat von ihr stammt.

Die FPÖ sorgt wieder einmal mit einem Wahlkampf-Inserat für Wirbel. Diesmal handeln sich die Freiheitlichen Ärger mit der deutschen Promi-Feministin Alice Schwarzer ein, die unfreiwillig als "Wahlhelferin" für die FPÖ dient.

"Wir wollen Freiheit statt Islamismus. Und angesehene Persönlichkeiten sehen das wie wir", ist auf dem FPÖ-Inserat zu lesen. Dann wird u.a. Schwarzer mit einem Zitat verewigt: "Diese Leute, die Islamisten, die müssen wir als das begreifen, was sie sind - als unsere Feinde. Und denen haben wir politisch Paroli zu bieten."

"Ich hätte das nicht zugelassen"

Schwarzer wusste nichts davon: "Nein, die FPÖ hat mich nicht gefragt, ob sie mich in ihrer Parteienwerbung zitieren darf. Ich hätte das selbstverständlich nicht zugelassen." Die Buchautorin ist sich nicht einmal sicher, ob das Zitat von ihr stammt: "Ich erinnere mich nicht, könnte das aber durchaus so gesagt haben."

Schwarzer betont aber, dass sich ihre Kritik nicht gegen den "Islam" oder "Muslime" sondern ausschließlich gegen den "islamischen Fundamentalismus" richtet. Zuletzt hatte sie mit ihrem neuen Buch "Die große Verschleierung" die Intergrationsdebatte weiter angeheizt.

Auch Buchautor Henryk M. Broder wird auf dem FPÖ-Inserat zitiert. Laut einem Bericht der Gratistageszeitung "Heute" kündigte der jüdische Publizist in einer ersten Reaktion auf das Inserat an, (FPÖ-Chef Heinz-Christian) Strache "die Fresse zu polieren".

 

(Red.)