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Stilfrage

Auf (k)eine Melange ins Café

(c) Clemens FABRY
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Vom Ghostingfall zum Sehnsuchtsort.

Das Café Landtmann hatte Probleme? Tja, das Karma . . . Als frisch aus dem Westen kommende Studentin wurde ich im Landtmann so geflissentlich übersehen, dass ich nach einer Stunde wieder ging. Im Café Schwarzenberg wurde ich nach langem Übersehenwerden hinauskomplimentiert, weil ich nichts bestellt hatte. Auffällig war ich weder visuell, olfaktorisch noch sozial. Allein das frisch Zugereiste war vor den Kellnern wohl nicht zu verbergen.

So habe ich mir die Kaffeehäuser eben ersessen, die Untiefen des Kellner-Schmähs kennen- und lieben gelernt, von „Na geh, oasch“ (Kommentar zur Wahl einer Mehlspeise, die gewärmt serviert wird) über „Wenn Madame wünscht, wünscht Madame“ (gleiche Situation) bis zu „Bedaure, nicht mein Problem“ (zudringlicher Hund vom Nachbartisch). In dieser Art des Subversiven könnte man sagen: „Na geh, oasch, aber nicht mein Problem.“ Doch Madame wünscht sehr, wieder hinzugehen.

Und ganz bald sollte es ja wieder möglich sein.