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Österreichs Pflegesystem nimmt Kurs auf den Notstand

Aktuell sind in Österreich rund 127.000 Menschen sind in der Pflege tätig
Aktuell sind in Österreich rund 127.000 Menschen sind in der Pflege tätigimago images/photothek
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Aktuell sind in Österreich rund 127.000 Menschen in der Pflege tätig - zu wenig, um den Bedarf langfristig zu decken. Allein bis 2030 werden knapp 100.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht.

„Jetzt weiß ich, was es heißt, das Leben zu lieben.“ So lautet ein Satz von Florence Nightingale, der in berufsbildenden wie Fachhochschulen gerne zitiert wird, um angehenden Pflegern Mut zu machen. So auch heute, am „Internationalen Tag der Pflegenden“ – anders gerechnet: am 201. Geburtstag der „Lady with the Lamp“, wie die britische Krankenschwester auch genannt wird, die sich im Krimkrieg um Verwundete kümmerte, auf Hygienemaßnahmen setzte und so den Grundstein der modernen, westlichen Krankenpflege legte.

Stand Nightingale einst an vorderster Front gegen das „Krimfieber“, einer Infektionskrankheit mit Bakterien der Gattung Brucella, so ist es heute der Erreger Sars-CoV-2 sowie seine Mutanten, die Grund zum Kämpfen geben. Eine Gemeinsamkeit aber ist geblieben: Damals wie heute sind es vor allem Frauen, die sich um die Pflege der Betroffenen kümmern. Aktuell sind in Österreich rund 127.000 Menschen in der Pflege tätig, der Anteil von Frauen liegt dabei bei gut 85 Prozent. Fast dasselbe Bild zeigt sich im privaten Bereich: Von den rund 947.000 erwachsenen, pflegenden Angehörigen sind mehr als 70 Prozent Frauen.

Zahlen, die beeindrucken, vor allem aber Grund zur Sorge darstellen, sagt Petra Schmidt, zuständig für den Bereich Gesundheit und Soziale Dienste beim Österreichischen Roten Kreuz.