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Zwischenbilanz

Österreichische Post startet mit Gewinnsprung ins Jahr

APA/HANS PUNZ
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Der Umsatz der Österreichischen Post soll heuer um zehn Prozent, das Ergebnis um 15 Prozent steigen.

Die Österreichische Post hat ein starkes erstes Quartal 2021 abgeliefert und kündigt für das laufende Jahr Rekordinvestitionen an. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 79,2 Prozent auf 59,8 Millionen Euro zu, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 51,5 Prozent auf 99 Millionen Euro. Beim Umsatz gab es ein Plus von 28,5 Prozent auf 646,1 Millionen Euro. Das Paketgeschäft, Osteuropa und Aras in der Türkei haben den Umsatz befeuert, der Briefsektor schwächelte.

Die Paketmengen in Österreich legten in den ersten drei Monaten 2021 um 33,5 Prozent zu, in Südosteuropa gab es ein Plus von 39 Prozent, in der Türkei bei Aras Cargo lag der Zuwachs bei 37 Prozent. Im Gegensatz dazu ging das Briefvolumen um sechs Prozent zurück. Die Werbesendungen gaben im Jahresvergleich um 8,5 Prozent nach. Im Bereich Filiale & Bank erwirtschaftete die teilstaatliche börsennotierte Post AG einen Zuwachs von 27,3 Prozent auf 16,7 Mio. Euro. Die Post gehört zu 53 Prozent dem Staat, der Anteil wird von der Staatsholding ÖBAG verwaltet.

Post-Chef Georg Pölzl sprach heute von einem "sehr guten Quartal". shöpping und Bank99 würden zwar planmäßig noch Verluste schreiben, aber sich Richtung Break Even entwickeln. Das Briefgeschäft habe sich - nach den ersten Einbrüchen in der Coronapandemie - wieder stabilisiert, zum ersten Mal in der Geschichte der Post sei der Paketumsatz höher gewesen als der Umsatz im Briefgeschäft. Die Übernahme der Aras Cargo im August des Vorjahres sei eine "Erfolgsgeschichte".

Der Mitarbeiterstand habe sich um 685 auf 17.917 Beschäftigte erhöht. Wobei die Zahl der Beamten im Jahresvergleich um 278 zurückging, Postler mit alten Kollektivvertrag (vor dem Jahr 2009) waren es um 205 weniger. 1168 Postler im neuen KV kamen innerhalb eines Jahres hinzu. Bei den Covid-Erkrankungen sei die Post unter dem Bevölkerungsschnitt gelegen, nun sei bereits "ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar", so Pölzl, der ausdrücklich die Arbeit der Bundesregierung während der Pandemie lobte.

Für heuer kündigte der Post-Generaldirektor Rekordinvestitionen an, die vor allem in die Logistikzentren fließen sollen. Weiters soll das Endkundengeschäft ausgebaut werden. Hauptkunde und Hauptmitbewerber der Post ist Amazon, "dann kommt lange nichts", so Pölzl am Mittwoch vor Journalisten. Bei der Bank99 werde es ein "Feuerwerk an neuen Produkten" geben. Der Pilotversuch für eine Vorzimmer-Zustellung sei auf sehr großes Interesse gestoßen - es habe in kurzer Zeit 1000 Bewerber gegeben, mit 100 sei nun der Probebetrieb aufgenommen worden. Die Flotte an E-Fahrzeugen werde ausgebaut, heuer kämen 600 neue Bestellungen dazu. Zum Ausblick meinte Pölzl, dass er einen Umsatzanstieg von zehn Prozent erwarte. Beim EBIT wird ein Plus von 15 Prozent angepeilt.

(APA)