Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Internet

Das Deflationsnetz

Ein Warenlager des Onlinehändlers Amazon: Den besten Preis zu finden ist durch Onlinehandel und Preisvergleichsportale im vergangenen Jahrzehnt wesentlich einfacher geworden.(c) REUTERS
  • Drucken

Vor der Coronakrise versuchten die Notenbanken vergeblich die Inflation zu heben. Warum es nicht gelang, war unklar. Das Internet dürfte dabei eine Rolle spielen.

Kommt sie oder kommt sie nicht? Wohl kaum ein Thema beschäftigt die Märkte in den vergangenen Wochen so sehr, wie die Frage, ob es zu einer dauerhaften Rückkehr der Inflation – und damit verbunden notwendigen Zinserhöhungen – kommen wird. Wie verunsichert die Investoren mitunter sind, hat die Reaktion auf eine Bemerkung von US-Finanzministerin Janet Yellen Anfang Mai gezeigt. In einer Onlineveranstaltung des Magazins „The Atlantic“ meinte Yellen: „Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt.“ Angesichts der Reaktion der Märkte sah sich Yellen in der Folge gezwungen, öffentlich zurückzurudern. Sie sehe auch angesichts der billionenschweren Hilfsprogramme der USA noch keinen übertriebenen Inflationsanstieg. Und sie werde als Finanzministerin natürlich die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed respektieren.