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Interview

Sabine Herlitschka: „Technologien sind nicht neutral“

In Villach entsteht die größte Chipfabrik Europas. Infineon-Chefin Herlitschka sucht noch Fachkräfte.
In Villach entsteht die größte Chipfabrik Europas. Infineon-Chefin Herlitschka sucht noch Fachkräfte.Franz Gruber/picturedesk
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Der Chipmangel gefährdet den wirtschaftlichen Aufschwung. Ein Großteil der Produktion liegt in Asien. Doch Sabine Herlitschka, Chefin des Chipherstellers Infineon Technologies Austria, sieht eine ganz eigene Chance für Europa.

Die Presse: Was hat die Führung eines Unternehmens in Coronazeiten besonders erschwert?

Sabine Herlitschka: Führung ist Führung. Krise oder nicht, Führung fängt immer bei einem selber an. Es geht darum, wie man im Unternehmen die Teams auf die gemeinsamen Ziele einschwören und diese umsetzen kann. Und Führung in der Krise ist eine Zuspitzung davon. Gerade angesichts permanenter Coronabeschallung ist es wichtig, dem Team zu vermitteln, wir setzen bei Infineon auf die richtigen Ziele. Wir bleiben an den strukturellen Wachstumstreibern dran – also Energieeffizienz, Mobilität, Sicherheit und alles, was mit Daten zu tun hat.

Sie haben Ihre Ziele nicht geändert?

Genau. Gerade in Zeiten wie diesen ist es nötig, sich auf die mittel- und langfristigen Ziele zu besinnen und zu konzentrieren, trotz des nötigen Krisenmanagements. Krisen führen auch immer zu Verunsicherung, deshalb sind gerade jetzt Werte und Unternehmenskultur besonders wichtig. Der Weg entsteht dabei im Gehen. Und eine offensive Kommunikation ist von strategischer Bedeutung, vor allem in zugespitzten Situationen.