Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Nachfolge

Wechsel an der Spitze der JVP: Claudia Plakolm neue Chefin

Die Nationalratsabgeordnete wurde mit 94,39 Prozent gewählt. In ihrer Antrittsrede übte sie Kritik an der Opposition.
Die Nationalratsabgeordnete wurde mit 94,39 Prozent gewählt. In ihrer Antrittsrede übte sie Kritik an der Opposition.(c) imago images/SEPA.Media (Martin Juen via www.imago-images.de)
  • Drucken

"Die JVP steht hinter dir“, meinte die Österreicherin in Richtung des Bundeskanzlers. Dieser meinte in einem Statement, durch die Ermittlungen gegen ihn sei er „fast noch kämpferischer“.

Nach langem Corona-bedingten Warten hat die Junge Volkspartei (JVP) am Samstag den schon im Sommer 2020 angekündigten Wechsel an der Spitze vollzogen: Die 26-jährige Nationalratsabgeordnete Claudia Plakolm wurde zur Nachfolgerin Stefan Schnölls gewählt. Dessen Vorgänger, der jetzige Kanzler Sebastian Kurz, nahm in einem kurzen Interview Stellung zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn - und zeigte sich überzeugt, dass "wir das gemeinsam bewältigen werden".

"Angenehm ist es nicht", sagte Kurz zur aktuellen Situation - und ging dann zum bereits bekannten Gegenangriff über: "Den anderen", also der Opposition, gehe es nur darum, zu beschädigen und zu zerstören, mit Demos, Abwahl, ständigen Rücktrittsaufforderungen und jetzt "der neuen Methode der Anzeigen". Aber "mich hat das fast noch kämpferischer gemacht", deponierte der Kanzler, der von 2009 bis 2017 selbst Obmann der Jungen ÖVP war.

JVP zu Kurz: „Stehen hinter dir"

Seine "Machtbasis" (Schnöll), aus der Kurz viele Freude auf seinem Karriereweg mitgenommen hat, dankte es ihm umgehend: Sowohl der scheidende Obmann als auch die neue Chefin Plakolm versicherten Kurz: "Die JVP steht hinter dir." Die Oberösterreicherin widmete einen Teil ihrer Antrittsrede ebenfalls der Kritik an der Opposition: Diese versuche "vehement, das politische Klima und das Comeback Österreichs nach der Krise zu zerstören" - indem sie, während die Regierung arbeite, "nur andere schlecht macht" und ihre eigene Parteiinteresse verfolge.

Gewählt wurde Plakolm mit 94,39 Prozent. Auch ihre acht Stellvertreter (aus jedem anderen Bundesland einer oder eine) wurden per Handyabstimmung der 250 über Video zugeschalteten Delegierten gekürt. Der Bundestag war ein "hybrider", einige wenige Teilnehmer, darunter Kurz, waren persönlich in einem Fernsehstudio in Wien anwesend.

(APA)