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Goldman und Pimco sehen Inflationswahn

Die Firmen raten Händlern, sich zu entspannen.

New York. Goldman Sachs und die Investgesellschaft Pimco haben eine einfache Botschaft für Treasury-Händler, die sich Sorgen über die Inflation machen: Entspannt euch! Die Firmen glauben, dass Anleihehändler, die eine jährliche Inflation von annähernd drei Prozent für die nächsten paar Jahre einpreisen, den tatsächlichen Inflationsdruck, der mit der Erholung der US-Wirtschaft entsteht, überschätzen.

Hinzu kommen einige technische Verzerrungen bei der Preissetzung der marktbasierten Inflationserwartungen. Goldman Sachs kommt zu dem Schluss, dass die so gepreiste Teuerung 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte zu hoch liegen könnte. Es gibt mindestens eine Marktkennzahl, die die Ansicht stützt, dass der Inflationsdruck gar nicht so sehr außer Kontrolle gerät. Ein Swap-Instrument, das die jährliche Inflationsrate für die zweite Hälfte des nächsten Jahrzehnts widerspiegelt, ist in den letzten Monaten relativ stabil geblieben. An der Wall Street sind dennoch einige besorgt wegen der Inflationsrisken. Die US-Notenbank Fed hat signalisiert, dass sie mindestens bis 2023 eine extrem lockere Politik fahren will. (Bloomberg/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2021)