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Saubere Energie

Die „grüne“ Inflation

(c) REUTERS
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Der Umstieg auf saubere Energieträger hat seinen Preis. CO2-Steuern, steigende Netzkosten und Ökoförderungen lassen die Energierechnung höher ausfallen.

Genau ein Jahr lang hat der Einbruch der Weltwirtschaft infolge der Covid-19-Pandemie die globalen Energiepreise nach unten gedrückt. Mangels Nachfrage an den Tankstellen und in den Fabriken waren Erdöl und Erdgas so billig zu haben, wie seit Jahren nicht mehr. Damit ist es nun vorbei. Im März 2021 bezahlten Österreichs Haushalte nach Angaben der österreichischen Energieagentur erstmals wieder mehr für Strom, Gas, Benzin und Co. als im Jahr zuvor. Das Plus fiel mit fünf Prozent kräftiger aus als die allgemeine Inflationsrate von 1,1 Prozent. Der alte Inflationstreiber Energie ist wieder zurück. Vergleichbar mit Zeiten, in denen Ölkrisen die Teuerungsrate in lichte Höhen getrieben haben, ist der Effekt freilich nicht. Der Preisschub ist vor allem dem Basiseffekt geschuldet: Je tiefer etwa der Ölpreis im Vergleichszeitraum gefallen ist, desto kräftiger macht sich der prozentuelle Anstieg bemerkbar. Dennoch müssen sich die Österreicher auf steigende Energierechnungen gefasst machen. Ganz egal, ob sie sauberen Ökostrom oder schmutziges Benzin in ihr Auto tanken.