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Reportage

Erster „normaler“ Tag: 1,1 Millionen Schüler sind zurück

Das Ende des Schichtbetriebs konnten am Montag einige Schüler kaum noch erwarten.
Das Ende des Schichtbetriebs konnten am Montag einige Schüler - wie hier am Wiener Goethegymnasium - kaum noch erwarten.(c) APA/HANS PUNZ
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Seit Montag werden alle Schüler wieder gemeinsam in der Klasse unterrichtet – mit teilweise „gemischten Gefühlen“.

Den backsteinernen Innenhof in der Michelbeuerngasse verstellen an diesem Montagmorgen Baustellenfahrzeuge. Einige Arbeiter rauchen noch eine Zigarette, bevor sie sich an die Arbeit machen. In der denkmalgeschützten Höheren Lehranstalt für Mode, Bekleidungstechnik und wirtschaftliche Berufe (HLMW9) am Wiener Alsergrund dürfte man die letzten Wochen für Renovierungsarbeiten genutzt haben. Mit der bundesweiten Rückkehr aller Schulen aus dem Distance Learning in den Normalbetrieb könnte es im Innenhof nun wieder voller werden: Rund 800 Schüler gehen hier in Normalzeiten ein und aus. Seit Ende Oktober verbrachten diese allerdings nur einen Bruchteil vor Ort, denn die Oberstufen-Schüler waren jene, die am längsten von zu Hause aus unterrichtet wurden.

Mit einem Lehrplan, der von Skizzieren, Nähen und Kochen geprägt ist, war das ein besonders kniffliges Unterfangen. „Das Nähen war von zu Hause aus schwierig“, sagt Zofia. Sie besucht die 2. Klasse des Modezweigs. Dass das nun wieder vor Ort möglich sei, bereite ihr Freude – aber nur „zum Teil“, denn: „Jetzt müssen wir wieder so bald aufstehen.“ Ihre Freundin, Anji, hat wie Zofia am Dienstag eine Schularbeit vor sich. Sie freut sich dennoch: „Der Schichtbetrieb war mühsam. Da haben wir so viele Aufgaben gekriegt.“ Im normalen Unterricht, so hofft sie, würde sich das Aufgabenpensum wieder normalisieren.