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Spekulationen

Spitzt Michael Tojner auf die Airbus-Tochter Premium Aerotec?

Michael Tojner hat seine Montana Aerotec mit Erfolg an Börse gebracht
Michael Tojner hat seine Montana Aerotec mit Erfolg an Börse gebrachtFOLTIN Jindrich / WB
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Der Augsburger IG-Metall-Chef Michael Leppek befürchtet, dass der Flugzeugbauer Airbus seine Teilefertigung an den deutschen Standorten Augsburg und Varel sowie in Rumänien Ende des Jahres verkaufen wird.

Der Wiener Investor Michael Tojner hat mit dem Teil-Börsengang seines Schweizer Zulieferunternehmens Montana Aerotec soeben gut 400 Millionen Euro für weiteres Wachstum und Zukäufe eingenommen - "das würde passen“ für einen möglichen Zukauf der Airbus-Teilefertigung an den deutschen Standorten Augsburg und Varel sowie in Rumänien, sagte IG-Metall-Chef Michael Leppek der Deutschen Presse-Agentur.

In Augsburg seien rund 2000 Beschäftigte der Airbus-Tochter Premium Aerotec von den Konzernplänen betroffen. Deutschlandweit hat die IG Metall für Dienstag Airbus-Beschäftigte zu Protestaktionen aufgerufen. In der Teilefertigung gebe es im Moment eine gewaltige Unterauslastung, weil Fluggesellschaften kaum Maschinen abnähmen, sagte Leppek. "Niemand weiß, wie es mit dem Fliegen weitergeht", wie sich die Nachfrage nach Geschäftsreisen und Urlaubsflügen mit Blick auf Corona und Klima entwickle.

Auch Tojners Werke in Rumänien und Vietnam seien unterausgelastet. Mit der Übernahme der Bau- und Rumpfteilefertigung von Premium Aerotec bekäme er Airbus-Aufträge und könnte seine Werke dort auffüllen.

Die IG Metall kritisiert, dass Airbus seine französische Tochter Stelia in den Konzern integrieren wolle, seine deutsche Tochter Premium Aerotec aber aufspalten und großteils verkaufen wolle. Immerhin gehörten Deutschland und Frankreich je 11 Prozent des Airbus-Konzerns. Auf Bundes- und Länderebene liefen Gespräche oder seien geplant.

Nicht betroffen von den Umbauplänen seien rund 700 Premium-Aerotec-Beschäftigte in Augsburg, die Teile für den Eurofighter und den Militärtransporter A 400 M bauen. Auch bei Airbus Helicopters im schwäbischen Donauwörth und Eurofighter in Manching passiere nichts, sagte Leppek.

Airbus plant nach eigenen Angaben "die Gründung eines neuen Global Players im Bereich Einzelteil-Fertigung mit Sitz in Deutschland" der "aus der heutigen Premium Aerotec hervorgeht". Er soll die "langfristigen Wachstumsperspektiven von Airbus und anderen, externen Kunden nutzen".

(APA/dpa)