Medikament vor Ablaufdatum: Hinrichtung verschoben

Medikament Ablaufdatum Hinrichtung verschoben
Symbolbild(c) AP (DAVE MARTIN)

Zwei Tage vor seiner Hinrichtung hat ein US-Häftling den Aufschub der Todesstrafe bis nächstes Jahr erreicht. Ein Narkosemittel wäre drei Stunden nach der Hinrichtung abgelaufen.

Erfolg für den Todeskandidaten Albert Greenwood Brown: Er hat einen Aufschub seiner Hinrichtung erreicht, weil ein Medikament, das in der tödlichen Injektion enthalten ist, drei Stunden nach der geplanten Hinrichtung am Donnerstag abläuft. Der Häftling hatte degen die Verwendung des Narokosemittels Berufung eingelegt und von Bezirksrichter Jeremy Fogel Recht bekommen. Nun kann er frühestens im nächsten Jahr im San-Quentin-Gefängnis im kalifornischen San Francisco hingerichtet werden.

Ein Berufungsgericht hatte zuvor das Bezirksgericht gerügt, den Todeskandidaten einer unangemessenen Belastung ausgesetzt zu haben, indem es ihm die Wahl zwischen zwei tödlichen Giftinjektionen überlassen habe. Das Instanzgericht hatte die neuerliche Anhörung angeordnet.

Brown war 1980 wegen Vergewaltigung und Ermordung einer 15-Jährigen zum Tode verurteilt worden und sollte ursprünglich am Donnerstag hingerichtet werden. In Kalifornien wurden seit Anfang 2006 keine Todesstrafe mehr vollstreckt. Das damalige Moratorium war von Richter Fogel verkündet worden, nachdem er Mängel am System der Giftinjektionen festgestellt hatte.

 

(Ag.)

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