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Zwischenbilanz

VIG startet mit 99 Millionen Euro Gewinn ins Jahr

Österreichs größter Versicherungskonzern hat im ersten Quartal besser verdient.

Die börsenotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Quartal mehr Gewinn erzielt. Die Einnahmen blieben stabil. Der Gewinn vor Steuern stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5 Prozent auf 128 Millionen Euro, wie die Versicherung am Mittwoch mitteilte. Mit diesem Ergebnis liege die VIG-Gruppe "voll im Plan für die 2021 angestrebte Gewinngröße zwischen 450 und 500 Millionen Euro." Das Nettoergebnis erhöhte sich um rund 15 Prozent auf 99 Millionen Euro.

Die VIG sei vor der Corona-Pandemie sehr erfolgreich unterwegs gewesen, bisher sehr solide durch diese weltweite Ausnahmesituation gekommen und knüpfe bereits jetzt wieder an das Niveau des ersten Quartals 2019 an, so VIG-Chefin Elisabeth Stadler. Zur weiteren Entwicklung erklärte sie laut Mitteilung: "Obwohl sich die wirtschaftliche Erholung in den meisten Ländern der CEE-Region aufgrund der seit dem Herbst 2020 verschärften Infektionszahlen verzögern wird, sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für 2021 zu erfüllen. Einen entscheidenden Faktor für eine spürbare volkswirtschaftliche Entspannung werden die Impfraten spielen, wo wir derzeit in vielen unserer Märkte deutliche Fortschritte sehen."

Das Gesamtprämienvolumen war in den ersten drei Monaten stabil bei 3,11 (3,12) Milliarden Euro. In den Sparten Auto, Sonstige Sachversicherung und in der Krankenversicherung sei das sehr gute Ergebnis des Vorjahresquartals trotz Pandemiebedingungen gesteigert worden, heißt es in der Mitteilung. In der Lebensversicherung und dabei vor allem bei den Einmalerlägen seien die Prämien strategiemäßig zurückgegangen. In einigen Segmenten hätten Währungseffekte die Prämienentwicklung beeinflusst: Wechselkursbereinigt wäre eine Prämiensteigerung von 1,6 Prozent zu verzeichnen.

Die in absoluten Zahlen höchsten Einnahmenzuwächse verzeichneten Rumänien, Tschechien und Polen. Die Segmente mit den höchsten Gewinnbeiträgen seien Österreich, die Tschechische Republik und die Slowakei.

Zum vorübergehend in Ungarn blockierten Kauf des Osteuropa-Geschäfts des niederländischen Versicherers Aegon hieß es aus der VIG: "Die Vienna Insurance Group befindet sich weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit dem ungarischen Finanzministerium, um die Möglichkeiten eines positiven Abschlusses der Transaktion zu erkunden und die Akquisition abzuschließen".

Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen - war laut Mitteilung stabil bei 95,2 (95,1) Prozent. Das Finanzergebnis (exkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) sank um 29 Prozent auf 175,8 Millionen Euro, vor allem wegen geringerer Abschreibungen und Wertberichtigungen sowie erhöhter realisierter Gewinne. Die Kapitalanlagen der VIG-Gruppe einschließlich der liquiden Mittel betrugen per Ende März 37,1 Milliarden Euro.

(APA)