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Design

Rückkehr zur „Normalzeit“

Christof Stein
Zurück im Kaffeehaus: Christof Stein am Mittwoch mit seinen Uhren im Café Museum.(c) Mirjam Reither
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Die Wiener Würfeluhr zeigt die „Normalzeit“ an – in der Pandemie bekam der Slogan eine ganz neue Bedeutung. Zum Lockdown-Ende präsentiert ihr „Hüter“ Christof Stein nun neue Modelle.

Wenn er von internationalen Journalisten gefragt werde, wie er diese Weitsicht haben konnte, sich die Wort- und Bildmarke für das Wort Normalzeit zu sichern: Was, fragt Christof Stein, solle er da antworten? „Denn natürlich war das überhaupt kein Plan damals.“

Damals, das war 2007, als die Stadt Wien ihre Würfeluhren nach hundert Jahren Einsatz im Wiener Stadtbild außer Dienst stellte. Stein hatte damals in „Presse“ und „Falter“ von der Demontage gelesen und fand es schade, dass sie verschwinden sollten: „Das alte Design mit dem Wiener Wappen und dem Wort Normalzeit war so besonders.“ Also rief Stein, damals Teil des Kunsthändler-Trios Lichterloh, bei der zuständigen MA 33 an, kaufte die verbliebenen 35 Würfeluhren auf. Und ließ das Originalerscheinungsbild schützen – das Wort Normalzeit inklusive. Inzwischen trägt auf der einen Seite die Stadt nach Protesten längst wieder (neue) Würfeluhren; auf der anderen Seite fungiert „Normalzeit“ als Marke für eine Reihe von Produkten im typischen Design.