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Pride Month: Der Regenbogen kehrt zurück

Pride Village
Pride VillageMartin Darling
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Bald zieht sich wieder mehr Farbe durch die Stadt. Noch vor Beginn des „Pride Month" lassen die NEOS mit einer Petition aufhorchen.

Nach einem Jahr coronabedingter Zwangspause kehrt die Wiener Regenbogenparade zurück an den Ring. Am Samstag, dem 19. Juni, soll die Demo für die Rechte von LGBTIQ-Personen ihre große Runde drehen. Um die Gesundheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten, wird die Veranstaltung dieses Jahr als reine Fuß- und Fahrraddemo abgehalten. Eine Abschlusskundgebung soll es geben - sie ist vor dem Rathaus geplant.

Das Organisatorenteam der Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien bittet Teilnehmer, „sich ausnahmslos an die Vorgabe zu halten und eine FFP2-Maske zu tragen sowie einen 2-Meter-Abstand zu Haushaltsfremden einzuhalten." Die Regenbogenparade ist in die Vienna Pride eingebettet, die von 7. bis 20. Juni stattfinden soll.

Ein weiteres Highlight ist der Pride Run Vienna, der 2021 Covid-19-bedingt als virtuelle Veranstaltung Rollstuhlfahrer, Läufer und Walker am 18. Juni auf ihre Lieblingslaufstrecke bringt. Alle Starter erhalten per Post ein Pride Run Shirt (plus Medaille) und absolvieren ihre individuelle Strecke in Wien. Die Ergebnisse können im Anschluss hochgeladen werden. Außerdem stehen mehrere Polit-Talks, Medizintage, Workshops, Lesungen und eine Queerfilmnacht auf dem Programm.

Schluss mit "Umpolungstherapien"

Noch vor Beginn des „Pride Month" lassen die Neos mit einer Forderung aufhorchen. Sie fordern von der Türkis-Grünen Bundesregierung ein Verbot sogenannter "Umpolungstherapien" für homosexuellen Jugendliche. Die Regierung solle ein entsprechendes Gesetz (nach Vorbild Deutschlands) vorlegen, sagte Neos-LGBTIQ+-Sprecher Yannick Shetty am Montag. Ein Ende der "Konversionstherapien" sei "längst überfällig", ergänzte Wiens Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr.

Mit diesen "mittelalterlichen Pseudo-Therapien" werde LGBTIQ-Personen eingeredet, deren sexuelle Orientierung bzw. Identität sei "krank" und könne therapiert werden - "was nicht nur gänzlich falsch ist, sondern bei den Betroffenen oft lebenslanges Leid in Form von Depressionen, Selbsthass oder Selbstmordversuchen verursacht", heißt es in einer frisch gestarteten Online-Petition der Neos. Unter www.neos.eu/lgbtiq kann die Forderung nach einem Verbot unterstützt werden.

New York will keine Polizisten mehr

In New York, wo die Bewegung für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen ihren Anfang einst nahm, steht heuer wieder ein altes Thema auf der Agenda. Die Organisatoren der New Yorker Pride wollen keine Polizisten mehr als Teilnehmer der Großveranstaltung zulassen. "Mit sofortiger Wirkung wird die NYC Pride Gruppen von Strafverfolgungsbehörden und Strafvollzugsbeamten auf NYC-Pride-Veranstaltungen bis 2025 verbieten", hieß es im Vorfeld in einer Mitteilung.

Bei der Pride waren in den vergangenen Jahren auch LGTBQ-Gruppen von Polizeibeamten mitmarschiert. Auch solle die Zahl zum Schutz eingesetzter Polizisten bei der Parade deutlich reduziert werden, die Veranstalter wollen eigenen Angaben zufolge verstärkt auf private Sicherheitskräfte setzen. Man reagiere damit auf bereits Jahre andauernde Forderungen der LGTBQ-Gemeinde, angesichts der Geschichte der Veranstaltung keine Polizei-Präsenz zuzulassen.

Die Parade geht auf die "Stonewall"-Aufstände von 1969 zurück. Damals hatten sich Feiernde in der beliebten Homosexuellen-Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street im Greenwich Village in Manhattan gegen eine Polizei-Razzia gewehrt. Zum ersten Jahrestag der Krawalle - vor mehr als 50 Jahren - zogen etwa 4000 Menschen durch New York und forderten Gleichberechtigung, heute erinnert der jährliche Christopher Street Day (CSD) weltweit an die Vorfälle. Die diesjährige New Yorker Pride soll am 27. Juni in einer Hybridform aus virtueller und physischer Parade stattfinden.

(Ag/Red)