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Bildungsminister

Heinz Faßmann: Sisyphus hat den Stein hinaufgebracht

Rings um ihn tobt mitunter der Krieg der Kabinette: Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann.
Rings um ihn tobt mitunter der Krieg der Kabinette: Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann.Imago
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Bildungsminister Heinz Faßmann lief seit Beginn der Pandemie wiederholt gegen die Wand. Und rannte danach unbeirrt weiter. Letztlich steht er nun gar nicht so schlecht da – vor allem auch im Vergleich zu anderen türkisen Regierungsmitgliedern.

Es gab Zeiten, da hätte man nicht mehr allzu viel gesetzt auf Heinz Faßmann. Ein wenig amtsmüde war er schon gegen Ende von Türkis-Blau – wobei man damals noch nicht wusste, dass das Ende nah war. Faßmann war genervt von der FPÖ, den wiederholten „Einzelfällen“, dem Streit um den UN-Migrationspakt.

So richtig konfrontativ wurde es dann allerdings mit Beginn der Pandemie – und zwar mit der eigenen Partei. Sebastian Kurz wollte einen schnellen und harten Lockdown. Heinz Faßmann hingegen wollte die Schulen so lang wie möglich offen lassen, notfalls auch gestaffelt. Kurz setzte sich durch, Faßmann musste klein beigeben.

Im Herbst mit Welle zwei ging es in die zweite Runde. Kurz wollte die Schulen wieder schnellstmöglich schließen, Faßmann wollte sie offen- halten. Die Schulen wurden freilich wieder geschlossen. Trotz Tests und Umfragen, die Faßmann herbeischaffte, trotz Pressekonferenzen, in denen er für ein Offenhalten plädierte. Eine hielt er sogar mit dem Erzfeind der türkisen ÖVP ab, Wiens SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.