Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Polizeigewalt

Protestmarsch für George Floyd ein Jahr danach: Was hat sich geändert?

George Floyds Cousine Shareeduh Tate beim Gedenkmarsch unter dem Motto "Ein Jahr - was hat sich verhändert?".
George Floyds Cousine Shareeduh Tate beim Gedenkmarsch unter dem Motto "Ein Jahr - was hat sich verhändert?".REUTERS
  • Drucken

Knapp vor einem Jahr verstarb George Floyd durch das Knie eines Polizisten in seinem Nacken ("I can't breathe"). Auch der folgende Prozess machte das vergangene Jahr zu einem schmerzhaften Jahr für seine Familie.

Fast ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz haben sich Angehörige und Unterstützer zu einer Kundgebung gegen Rassismus unter dem Motto „One Year, What's Changed?" („Ein Jahr - was hat sich verändert?“) versammelt. Rund 1500 Menschen kamen am Sonntag (Ortszeit) in Minneapolis zu einem Gedenkmarsch zusammen. "Es war ein langes Jahr. Es war ein schmerzhaftes Jahr. Es war sehr frustrierend für mich und meine Familie", sagte Floyds Schwester Bridgett vor den Teilnehmern.

Ihr Leben habe sich durch den Tod ihres Bruders "binnen eines Wimpernschlags" grundlegend verändert, sagte Bridgett Floyd. "Ich werde aufstehen und eine Stimme für ihn sein."

„Eine der größten Schanden der Geschichte"

Der Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton sagte, dass Floyds Tötung "eine der größten Schanden in der amerikanischen Geschichte" sei. "Sie dachten, sie könnten damit durchkommen, und ihr seid auf die Straßen gegangen, schwarz und weiß, jung und alt, inmitten der Pandemie", lobte er.

Floyds Todestag jährt sich am 25. Mai zum ersten Mal. Sein auf einem Handyvideo festgehaltener Tod hatte international für Entsetzen gesorgt und in den USA landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst.

Ex-Polizist schuldig gesprochen

Der Ex-Polizist Derek Chauvin, der den Afroamerikaner durch minutenlangen Knie-Druck auf den Nacken getötet hatte, wurde von einer Geschworenen-Jury in Minneapolis am 20. April in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Mord zweiten Grades. Das Strafmaß gegen den 45-Jährigen soll am 25. Juni verkündet werden.

Den drei anderen damaligen Polizisten, die an Floyds Festnahme beteiligt waren, soll im August der Prozess gemacht werden. Gegen die vier Männer wurde außerdem Anklage auf Bundesebene erhoben. Floyd war festgenommen worden, weil er in einem Geschäft mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein gezahlt haben soll.

(APA/AFP)