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OGH bestätigt

Muskelschwäche: Spital muss teure Spritze anwenden

Benavides sits her daughter Graciela, who suffers from Lennox-Gastaut syndrome, a debilitating form of epilepsy, in a wheelchair at her house in Monterrey
Symbolbild(c) REUTERS (Daniel Becerril)
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Spitalsträger muss Therapie für Kind mit Muskelschwund leisten.

Wien. Ein heute 14-jähriges Mädchen, das unter spinaler Muskelatrophie leidet, hat ein Recht darauf, im Spital mit dem einzigen zur Verfügung stehenden Medikament behandelt zu werden. Das gilt auch dann, wenn das Mittel sehr teuer ist und nach dem hauseigenen „medizinischen Innovationsboard“ nur Kleinkindern unter sechs verabreicht werden soll. Das geht aus einer einstweiligen Verfügung gegen den steirischen Spitalsträger Kages hervor, die der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigt hat.

Die 14-Jährige kann wegen ihres Muskelschwunds nicht gehen und nur mit Unterstützung kurz stehen. Selbst zum autonomen Atmen im Liegen ist sie zu schwach. Üblicherweise verschlechtert sich der Zustand solcher Patienten kontinuierlich, unbehandelte Patienten überleben das 20. Lebensjahr kaum.