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Gastbeitrag

Verkauf und Verwendung von Fake-Bewertungen unzulässig

Im Internet wird das gekauft, was von vielen Usern für gut befunden wird.
Im Internet wird das gekauft, was von vielen Usern für gut befunden wird.Imago
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Die Positionierung von Waren und Dienstleistungen auf Online-Marktplätzen hängt vielfach von Kundenbewertungen ab, Interessenten richten sich gern danach. Unternehmen dürfen Rezensionen nicht frei erfinden; auch verdeckte Anreize dafür sind zumindest problematisch.

Wien. Im Internet wird das gekauft, was von vielen Usern für gut befunden wird. Ein Schelm, wer glaubt, dass es dabei ausschließlich auf die Qualität des Produkts oder der Dienstleistung ankommt. Deren Positionierung bei Online-Marktplätzen wie Amazon oder dem Apple-App-Store hängt vor allem auch von Kundenbewertungen ab. Auch in den eigenen Online-Stores der Hersteller halten Kundenrezensionen verstärkt Einzug.

Doch gerade dort, wo sich Kunden vertrauensvoll in Gefilde objektiver Meinungsbildner zu begeben denken, stoßen sie nicht selten auf das bemerkenswerte Täuschungsvermögen ausgeklügelter PR-Praxis: Künstliche Kundenbewertungen sind im Wettbewerb eine starke Währung. Immer mehr Unternehmen setzen auf frei erfundene oder zumindest durch Gegenleistung generierte Empfehlungen zur Verkaufsförderung. Erst vor wenigen Wochen musste sich ein globaler Spielzeughersteller den Vorwurf intransparenter Nutzung von Incentive-Bewertungen – also Gratisprodukt gegen positive Bewertung – gefallen lassen.

Laut aktuellen Studien sind über 40% aller Amazon-Bewertungen Fakes. Inzwischen gibt es zwar Programme, die gekaufte oder gänzlich gefälschte Bewertungen erkennen und noch vor der Veröffentlichung herausfiltern. Dennoch haben sich zahlreiche Unternehmen auf Erstellung und Verkauf von Fake-Bewertungen spezialisiert und machen damit viel Geld. Daher lohnt für Unternehmer ein näherer Blick: Was gilt als künstlich geschaffene Rezension? Und was ist rechtlich zulässig?