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Amanshausers Album

Lutz Sperr, Gastronom in dritter Generation

Der Wunscherfüller vor seinen Chalets.
Der Wunscherfüller vor seinen Chalets.Martin Amanshauser
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Lutz Sperr und sein vielfältiges Gastronomieleben. Von einem, der auszog und etwas unternahm.

Über Lutz Sperr hieß es als Kind: Der wird Koch. Sein Vater sagte das, ein Metzger, der auch eine Wirtschaft betrieb. Der kleine Lutz fand das okay. „Mein Vater war ein Weiterentwickler. Ich war dauernd mit ihm unterwegs!“ Auch in der Ausbildung wollte Lutz nach Dienstende nie heimgehen. „Ich hab immer gefragt, was kann ich noch mache?“ (Das „n“ am Wortende lässt der gelernte Schwabe weg.) Diese Mentalität machte sich für den beinahe klischeehaft Fleißigen bezahlt. Zunächst baute er das heimische Landhotel Rössle in Rechenberg (Baden-Württemberg) zu einer musterhaften Seminarunterkunft auf, mit Hochzeiten am Wochenende („one day, one bride“).

Nach dem Tod seiner Mutter fragte der Vater: Was sind so deine Zukunftspläne? Lutz nahm sich ein Herz: „Ein Haus auf Sylt wär’ mein Traum.“ Er kaufte. Vier Jahre nutzte er es mit seiner Frau Edeltraud, die im Betrieb egalitär mitmanagt. Schließlich kaufte und renovierte er ein zweites Haus, gründete „Senhoog, Luxury Holiday Homes“, vermietete beide. Lutz-Sperr-Luxus ist individuell, unaufdringlich, unabgehoben. „Wir sind normale Leute, die unser Geld mit Schnitzelbrate verdiene.“ (Ohne „n“.) Sein Motto: 50 Prozent des Charmes macht die Unterkunft, 50 Prozent das Service. „Unsere Klientel sind natürlich Leute, die nicht mit ihrer Hände Arbeit Geld verdiene.“

Nun kam Österreich dran

Nahe Leogang lernten seine Kinder Ski fahren, Lutz hielt die Augen offen. „Ich lieb das Gestalte, ich lieb Immobilie.“ (Ohne „n“.) Er erwarb einen Grund, stellte zwei dreistöckige Chalets in die Landschaft, mit Pool und allem, was das Luxusherz begehrt. Der Schwabe Sperr weiß, wo man nicht spart. Entgegen den Klischees tritt er genuin großzügig auf. Am 28. Juli 2020 eröffnete er, trotz Pandemie, die Leogang-Chalets.

„Man muss einen Punkt setze.“ Der da wäre: Prozessorientiertes Arbeiten („Schaffe“), aber in lockerer, cooler Atmosphäre. Als Wunscherfüller liebt er, „für die Gäste zu grille, etwas zu koche. Ich mach auch gern Unerwartetes. Eine Kugel Sorbet an den Pool bringe. So was kann ein großes Hotel nicht biete. Ich bin mehr so der Überraschungstyp.“