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Sport-Club

Kräftig anstrengen, bis man die Berge doppelt sieht

Links die Sschneealpe, rechts der Ameisbühel
Links die Sschneealpe, rechts der AmeisbühelBenedikt Kommenda
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Die „BergRadlRunde Moassa“ in der Hochsteiermark offenbart prächtige Alpenblicke.

Bestimmt kennen Sie den bei Freunden der Frischluft beliebten Spruch, es gebe kein schlechtes Wetter, sondern nur eine falsche Bekleidung. Dazu kann man sich ja nur mit leichtem Hang zum Masochismus voll bekennen. Es gibt aber Variationen der schlechten Vereinbarkeit: die falsche Bekleidung zum guten Wetter etwa oder den falschen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Da erwische ich für eine Mountainbike-Tour also einen der ganz wenigen ganz schönen Frühlingstage, an dem es im Wiener Raum schon in der Früh wohlig warm ist. Bis die Sonne allerdings auch die kalte Luft im hochsteirischen Mürztal aufheizt, dauert es noch Stunden. Zu früh und/oder zu leicht bekleidet starte ich bei knapp über sechs Grad zur „BergRadlRunde Moassa“. Und zwar beim ehemaligen Bahnhof in Kapellen, südlich der Lahnsattel-Bundesstraße und jenseits der Mürz gelegen.

Die Strecke mit Raxblick führt nach Norden durch den Ort und dreht dann entlang des Raxenbachs nach Osten, bis wir links in den Kohlbachgraben abbiegen (einfach dem Schild „Almgasthof Moassa“ folgen). Spätestens jetzt ist es mit der Kälte vorbei, allerdings eher von innen heraus: Es geht nämlich 475 Höhenmeter bergauf, mit bis zu 16 üppigen Prozent Steigung.

Eines der wenigen Schilder für die BergRadlRunde MoassaBenedikt Kommenda

Nach dem Gasthof fahren wir noch ein bisschen höher. Von nun an – entdecke nur ich hier zum ersten Mal einen Wegweiser für diese Tour? – geht's bergab, doch die Anstrengung davor hat sich gelohnt. Unterhalb eines Gehöfts nach der dritten Spitzkehre liegt in einer kleinen Mulde Wasser, in dem sich die Berge spiegeln, neben der Schneealpe der Ameisbühel, so erklärt mir später ein Ortskundiger. Ein wackeliges Bänklein im Gestrüpp verrät: Hier finden es auch andere schön.
Über Altenberg an der Rax geht es zurück nach, wie die Einheimischen sagen, „Kapöhn“. Knapp 17 Kilometer, gut eineinhalb Stunden: wärmste Empfehlung!

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

(Dieser Text wurde am 26. Mai um 21 Uhr korrigiert.)

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com