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Leitartikel

Die Welt hat ein Recht auf eine neue Untersuchung in Wuhan

So präsentierte sich das Virologie-Institut in Wuhan beim Besuch der WHO-Kommission im Februar.(c) REUTERS (THOMAS PETER)
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Mit seiner Blockade einer wirklich unabhängigen Aufarbeitung der Pandemie schadet sich Peking selbst. Die US-Regierung nimmt das Geschenk dankbar an.

Als Donald Trump mit der ihm eigenen Gewissheit sagte, das Virus, das bis heute die Welt umtreibt, sei aus einem Labor in der chinesischen Millionenstadt Wuhan entfleucht, nahmen den damals amtierenden US-Präsidenten nur wenige ernst. Warum auch? Derselbe Mann hatte Tage zuvor vorgeschlagen, die Ärzte könnten doch vielleicht Bleichmittel injizieren, um Covid zu bekämpfen.

Rund ein Jahr später – konkret: am Mittwochabend – zeigte der neue US-Präsident, Joe Biden, dass er zumindest eine der beiden Ideen Trumps nicht für vollkommen gaga hält. Er forderte seine Geheimdienste auf, ihm in 90 Tagen einen Bericht abzuliefern. Dieser soll die Ursprünge des Virus klären – und dabei nicht auf die Laborthese vergessen. Das heißt: Die US-Regierung kann sich vorstellen, dass Peking etwas vertuscht.