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Weltpremiere

Cupra: Spanisches Temperament mit Grüßen aus Zwickau

Cupra Born: Erstes Elektroauto der sportlichen Neo-Marke. Die enge Verwandtschaft mit dem VW ID.3 lässt sich schon erahnen.
Cupra Born: Erstes Elektroauto der sportlichen Neo-Marke. Die enge Verwandtschaft mit dem VW ID.3 lässt sich schon erahnen.
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Nicht Seat, die sportliche Neo-Marke Cupra bekommt das erste Derivat des VW ID.3. Eine preislich interessante Sonderedition bereitet den Boden.

Wien. Plangemäß rollt VW die Derivate seiner kompakten Elektro-Plattform MEB aus. Wie bei den Verbrennern längst bewährte Praxis, werden sich die infrage kommenden Konzernmarken auch für ihre Batterie-elektrischen Modelle die wesentlichen Baugruppen des Hauses teilen. Der ID.4 führt bereits ein Doppelleben als Skoda Enyaq. Nun bekommt der ID.3 einen Wiedergänger aus Spanien.

Markante Details: Allzu ähnlich sollen sich die Plattform-Geschwister nicht schauen. Operation gelungen? Eher ja.
Markante Details: Allzu ähnlich sollen sich die Plattform-Geschwister nicht schauen. Operation gelungen? Eher ja.


Nicht jedoch als Seat, das soll noch bis 2024 dauern. Vorrang hat die junge Marke Cupra, die mit sportlich zugespitzten Modellen auf Seat-Basis einen überraschend erfolgreichen Einstand feierte.
Die Mischung aus viel PS, viel Design – mit dem dekorativen Einsatz von Kupfer als Leitmotiv – und erreichbaren Preisen punktet Cupra auch in Österreich. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden 505 Exemplare abgesetzt – eine respektable Stückzahl für die Nischenmarke.
Nun kommt der vollelektrische Cupra Born, der Anfang dieser Woche in Wien gar Weltpremiere feierte. Doch wie gehen Elektro und Cupra-Attitüde zusammen?
Zunächst kann der etwa 4,3 Meter lange, wie der ID.3 in Zwickau gebaute Born seine Erbanlagen schon äußerlich nicht leugnen. Umso mehr war die Kunst der Designer gefragt, einen eigenständigen Auftritt hinzubekommen. Sie nutzten ihren engen Spielraum naturgemäß bei den Details, bei Verkleidung, Blenden und Bauteilen wie Scheinwerfer und Rückleuchten. Jede Menge Kupfer-Applikationen dürfen dabei nicht fehlen, sie verleihen vor allem dem Cockpit einen warmen, behaglichen Charakter. Wer will, kann sich breitere Reifen für den sportlichen Look anschaffen, für E-Aficionados freilich ein Unding, die erhöhte Aufstandsfläche kostet Effizienz und damit Reichweite. Bei diesem Wert wie den meisten anderen Werten folgt der Cupra Born dem VW.
Die ersten 1000 Exemplare für Österreich hat der Importeur in einer limitierten, speziell – und sehr reichhaltig – ausgestatteten Sonderserie zusammengefasst.

Auf Wunsch auch mit breiteren 235er-Reifen zu haben - nicht nach Öko-Schule, mehr wegen dem Look.
Auf Wunsch auch mit breiteren 235er-Reifen zu haben - nicht nach Öko-Schule, mehr wegen dem Look.

Während der Born bei Batterie und Antriebsleistung nach und nach das ganze Sortiment bieten wird, ist die „Alpha“-Sonderserie mit der mittleren, 58 kWh großen Batterie und 150 kW Leistung (204 PS) ausgerüstet. Das ergibt laut WLTP eine Reichweite von 420 km und einen Sprint von null auf 100 in 7,3 Sekunden. Die Rechnung könnte aufgehen: Der Preis von 29.990 Euro, nachdem alle Boni und Förderungen abgezogen sind, ist attraktiv. Als Cupra-Modell stehen wohl Design und Auftritt im Vordergrund, wobei bei Antritt und Durchzug durchaus auch starke Verbrenner-Modelle ihre Mühe haben dürften. Der Hinterradantrieb jedenfalls entspricht sportlichen Gelüsten. Spätere Born-Modelle werden einen Boost-Knopf haben, für das letzte Wort an der Ampel. (tiv)