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„Wir existieren, weil Briefe es belegen.“ Romy Schneider, 17 Jahre alt, beim Schreiben eines Briefes (Aufnahme von 1955)
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Briefkultur

„Ich bin hinüber. Grüßt meine Frau.“

Briefe als Selbstzeugnisse historischer Figuren: Sie können die große weite Welt widerspiegeln und die kleinen privaten Tragödien. „Sie machen Momente real“ heißt es in einer neuen Anthologie, die einen Rückblick auf die Briefkultur gibt. Sehr amüsant.

Admiral Horatio Nelson war hart im Nehmen, das bezeugen nicht nur seine Heldentaten, sondern auch seine Briefe. Britanniens Seeheld nahm da auch gegenüber seiner Geliebten Emma Hamilton kein Blatt vor den Mund. Als er die Schönheit kennenlernte, war er körperlich mit 42 bereits ein Wrack: „Ich bin heute Morgen ein wenig verletzt worden“, schrieb er, als er ein Auge verloren hatte. Als nach einer Verwundung sein Arm amputiert werden musste, meinte er: „Je eher er ab ist, desto besser.“ Nachdem ihn eine Kugel an der Stirn getroffen hatte und ein Hautfetzen sein verbliebenes Auge verschleierte, meinte er: „Ich bin hinüber. Grüßt meine Frau von mir.“