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Stöger, Favoritner "Spirit" und alte, neue Gesichter

SOCCER - BL, WAC vs A.Wien
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Peter Stöger verlässt Austria wie 2013 mit einem Erfolg, der Startplatz in der Europacup-Qualifikation soll Kraft geben. Doch was machen seine Nachfolger, sein ehemaliger Asisstent Manfred Schmid wird Trainer und Manuel Ortlechner ist erstmals Sportdirektor, daraus?

Austria hat eine schwache Saison in der Fußball-Bundesliga im letzten Atemzug noch gerettet. Die Truppe von Coach Peter Stöger präsentierte sich im Europacup-Play-off-Finale gegen den WAC als besseres Team und wurde mit einer Teilnahme an der Qualifikation der Conference League (22./29. Juli) belohnt. "Ich bin froh und zufrieden, dass wir es nach dem ganzen Jahr mit Problemen noch geschafft haben, ins internationale Geschäft zu kommen", jubelte Stöger.

Seine Amtszeit bei den Violetten fand damit noch ein versöhnliches Ende, nachdem man zuvor zwei Saisonziele - Einzug in die Meistergruppe und Gewinn der Qualifikationsgruppe - verfehlt hatte. "Man hat in den letzten Wochen schon gemerkt, die Mannschaft reift ein bisschen, es wird ein bisschen stimmiger, die Jungs haben mehr Vertrauen in ihr Spiel gekriegt. Die letzten drei Spiele waren gut", bilanzierte der 55-Jährige. Da gab es in der "Saison-Verlängerung" Siege in Hartberg (3:0) und dann gegen den WAC (3:0 und 2:1).

"Wir haben zur richtigen Zeit die Kurve gekratzt und uns zurecht das Europacupticket gesichert", sagte Kapitän Markus Suttner. Laut Goalie Patrick Pentz habe man, "als nicht mehr viele an uns geglaubt haben, eindrucksvoll bewiesen, welch geile Mannschaft wir sind." Sehr gefreut darüber wird sich auch Manfred Schmid haben, der am Freitag als Stöger-Nachfolger für kommende Saison genauso wie Sportdirektor Manuel Ortlechner präsentiert wurde. Stöger war laut eigener Aussage in die Nachfolge-Entscheidungen nicht eingebunden. Tipps für die Zukunft wollte er seinem ehemaligen Co-Trainer bei der Austria, in Köln und Dortmund auch nicht mitgeben. "Er soll sich selbst ein Bild machen, es ist eine komplexe Situation", weiß Stöger.

Die letzten Wochen würden am Ende einer "schwierigen Saison" auch aufgrund der Sorgen um den Erhalt der Lizenz aber durchaus Hoffnung geben. "Beeindruckt hat mich der Spirit, der sich entwickelt hat. Das ist ein ziemlich großes Plus, wenn man nicht die Möglichkeit hat im großen Transfertopf zu wühlen", so Stöger. Kadertechnisch - Michael Madl verkündete am Sonntag, dass er auch wegen seiner Knieprobleme nicht mehr im Profiteam tätig sein wird - ist noch vieles offen. Suttner hofft auf nicht zu viele Abgänge. "Ich hoffe, dass wir das gut vorantreiben, was wir in den letzen Wochen entwickelt haben. Die Jungs haben sich nichts zuschulden kommen lassen, immer Gas gegeben."

Weiter offen ist auch die Zukunft von Stöger, der mit einem Wechsel zu Ferencvaros Budapest in Verbindung gebracht wird. "Es ist nicht so, dass ich nach zwei Saisonen bei der Austria eine große Auszeit brauche. Ich bin nicht leer. Die Arbeit mit der Mannschaft hat ja Spaß gemacht", so Stöger. Er werde sicher "etwas Spannendes" machen, die Öffentlichkeit werde es "bei Zeiten" erfahren.