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Interview

„Putin wirkt nun zivilisiert im Vergleich zu Lukaschenko“

Anti-Lukaschenko-Protest in der Ukraine.(c) APA/AFP/SERGEI SUPINSKY (SERGEI SUPINSKY)
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Politologe Pawel Usow über Lukaschenkos Schock angesichts neuer EU-Sanktionen, den Zeitplan des Kreml für die Integration und die verspätete Nationswerdung der Belarussen.

Die Presse: Warum hat Alexander Lukaschenko die Ryanair-Maschine abfangen lassen? Er muss doch gewusst haben, dass der Westen reagieren wird.

Pawel Usow: Er war sich sicher, dass Europa nicht harsch reagieren wird. Er hat sich an der europäischen Politik in der Ukraine orientiert. Auf die russische Krim-Annexion, den Krieg im Donbass und den Abschuss der MH17 folgten schwache Reaktionen im Vergleich zu dem Vorgefallenen. Er dachte, er sei Herr der Lage.

Und jetzt?

Für die Staatsmacht sind die neuen Sanktionen, darunter das Landeverbot für Belavia in Europa, ein Schock. Aus diesem Grund hat man nach dem Vorfall alle möglichen Erklärungen aufgetischt.

Lukaschenko hat schon vor Wochen zu einem neuen Schlag gegen die Opposition ausgeholt. Hat die Flugzeugentführung auch eine innere Logik?

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