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Nach Medienboykott

Mentale Gesundheit: Naomi Osaka steigt aus French Open aus

Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka thematisierte zuvor die mentale Gesundheit von Spielern - nun spricht sie über ihre eigene.
Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka thematisierte bereits die mentale Gesundheit von Spielern - nun spricht sie über ihre eigene.APA/AFP/MARTIN BUREAU
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Die Japanerin begründete ihre Entscheidung mit Depressionen, die sie schon seit dem Antritt bei den US Open 2018 habe. Um „sich selbst zu schützen", war sie nach ihrem Spiel am Sonntag nicht zur Pressekonferenz erschienen - was für Aufregung gesorgt hatte.

Nach Diskussionen über ihren Medienboykott ist die Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka aus den French Open ausgestiegen. Die Japanerin begründete ihren Verzicht in Einträgen auf ihren Social-Media-Plattformen mit Depressionen, die sie schon seit dem Antritt bei den US Open 2018 habe und mit denen sie nur schwer umzugehen weiß.

Sie leide auch an einer sozialen Phobie, schrieb Osaka. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich introvertiert bin. Man sieht mich oft mit Kopfhörern, sie helfen dabei, die Ängste abzudämpfen“. Die Tennis-Presse wäre zwar immer nett zu ihr gewesen, entschuldigt sich Osaka, aber: „Ich kann nicht gut vor internationalen Medienvertretern reden, bekomme Angst, wenn ich vor die Öffentlichkeit trete. Es macht mich nervös und stresst mich, immer die besten Antworten zu geben."

Die 23-Jährige hatte in der ersten Runde in Roland Garros am Sonntag mit 6:4,7:6(4) gegen die rumänische Spielerin Patricia Maria Tig gewonnen. Da sie danach nicht zur Pressekonferenz erschien, wurde sie mit einer Strafzahlung von 15.000 Dollar belegt, die Veranstalter drohten außerdem mit der Disqualifikation.

Sie sei dort nicht erschienen, schrieb Osaka nun in ihrer Erklärung, „um mich selbst zu schützen“. Sie werde nun eine Auszeit einlegen. "Ich denke, das Beste für das Turnier, die anderen Spielerinnen und mein Wohlbefinden ist es, wenn ich mich zurückziehe, damit sich alle wieder auf das Spiel in Paris fokussieren können.“ Wenn sie bereit dafür sei, würde sie gerne darüber diskutieren, „wie wir die Dinge für die Spieler, die Presse und die Fans verbessern können."

(APA/Red.)