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Ecuador: Polizei-Aufstand niedergeschlagen

Ecuador: Polizei-Aufstand niedergeschlagen
Soldat bei der Befreiung von Präsident Correa(c) AP (Dolores Ochoa)
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Polizisten, die um Gehaltseinbußen fürchteten, haben in Ecuador Präsident Rafael Correa in einem Spital festgehalten. "Diese Horde von Wilden wollte mich töten", sagte Correa nach seiner Befreiung.

Bei einer Meuterei von Teilen der Polizei und des Militärs in Ecuador sind am Donnerstag mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Präsident Rafael Correa wurde fast zwölf Stunden am Verlassen eines Krankenhauses in der Hauptstadt Quito gehindert, bis Soldaten ihn unter Schusswechseln aus dem belagerten Gebäude befreien konnten.

Der Staatschef war am Morgen in das Spital gebracht worden, nachdem er von wütenden Polizisten angegriffen worden war. Nach seiner Befreiung erklärte er, "diese Horde von Wilden" habe ihn töten wollen, "sie wollten Blut". Ohne den Einsatz einer regierungstreuen Spezialeinheit "würde ich dies jetzt nicht erzählen, da ich schon in ein besseres Leben übergegangen wäre".

Protest gegen Zulagen-Kürzungen

Die Polizisten protestieren gegen die vom Parlament beschlossene Kürzung von Zulagen. Am Donnerstag hatten sich auch Soldaten den Protesten angeschlossen und die Landebahn des internationalen Flughafens in der Hauptstadt Quito blockiert. Nach Angaben eines Sprechers starben zwei Polizisten, als das Militär Präsident Correa befreite. Zudem seien bei der Befreiungsaktion 37 Menschen verletzt worden. Über die Zahlen der Opfer herrschte Unklarheit. Das Rote Kreuz hatte zuvor von 50 Verletzten gesprochen.

Der Polizeichef von Ecuador, Freddy Martínez, trat nach dem Aufstand von seinem Amt zurück. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen in Quito mit. Martínez wolle seine Entscheidung auf einer Pressekonferenz erläutern. Dem Polizeichef war es am Donnerstag nicht gelungen, die meuternden Polizisten zu beruhigen.

(Ag.)