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Nahezu täglich holt Peter Sichrowsky, Nachfahre des k.u. k. Hoffischers, den Fang aus dem Netz.
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See-Erlebnis

Millstätter See: Vom Privileg, beim Fischen dabei zu sein

Manchmal will man wissen, was unter der Wasseroberfläche steckt. Am Millstätter See sind’s Reinanken.

Möwe Moritz lauert schon. Heute könnte wieder was für sie abfallen, so wie gestern. Peter Sichrowsky nähert sich mit der Zille. Zügig tauchen die Holzruder in das dunkelgrünblaue Millstätter-See-Wasser, vermutlich würde er selbst im Schlaf zu der Stelle finden, wo in kurzen Abständen Nylon und Bleigewichte unter der Wasseroberfläche schweben. Die Reinanken, die den flotten Bootsbauch von unten sehen, haben Glück gehabt und suchen das Weite. Sie sind noch nicht im Netz der Sichrowsky’schen Fischerei gelandet.

Die Reinanke vom Millstätter See landete am Wiener Hof.

Täglich fahren der Hotelier oder sein Vater hinaus auf den See, um nachzuschauen, was in den Netzen gelandet ist, zu lang dürfen die Fische darin nicht eingeschlossen sein. „Die Reinanke ist immer auf der Suche nach Plankton. Das macht sie zum Marathonschwimmer. Daher der schlanke Körperbau“, erklärt Sichrowsky den Gästen, die er regelmäßig mitnimmt, und zeigt auf einen Fisch, den er zu den anderen in den Kübel gibt. „Der hier dürfte an die vier Jahre alt sein, schaut auf die Schuppen, sie sind ähnlich wie Jahresringe bei einem Baum.“ Vier von möglichen zehn Jahren, von denen man annehmen darf, dass einige Flossentiere das Limit doch erreichen dürften.