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Israel

Die wacklige Anti-Netanjahu-Allianz

Historischer Deal zwischen Yair Lapid, Naftali Bennett und Mansour Abbas.
Historischer Deal zwischen Yair Lapid, Naftali Bennett und Mansour Abbas.[ Reuters ]
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Die Acht-Parteien-Koalition steht auf tönernen Füßen. Netanjahu versucht das komplexe Konstrukt zu Sturz zu bringen.

Jerusalem. Ohne Drama ging es nicht ab. In der Nacht auf Donnerstag, um 23:22 Uhr, klingelte das Telefon des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin. Der passionierte Fußballfan weilte gerade im Stadion beim israelischen Cup-Finale. Oppositionsführer Yair Lapid überbrachte ihm eine wichtige Botschaft: 38 Minuten vor dem mitternächtlichen Ende der vierwöchigen Frist für die Regierungsbildung hatte er eine Acht-Parteien-Koalition zusammengestellt. „Ich habe die Ehre, Sie zu informieren, dass es mir gelungen ist, eine Regierung zu bilden.“

Es ist eine Koalition, wie sie das Land noch nicht gesehen hat – und die manche schon jetzt als historisch beschreiben, wenn nicht gar als sensationell: Sie vereint nationalistische Kräfte, die einen Palästinenserstaat ablehnen, mit linken Verfechtern einer Zweistaatenlösung und arabischen Islamisten. Zu alledem soll ein Mann Ministerpräsident werden, dessen Partei nur sieben Mandate hält und der nur von sechs Parlamentariern die Zustimmung für das Experiment bekommen hat: Yamina-Chef Naftali Bennett.