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Film

Ein rosaroter Blick auf Kuba

Staunende Kinderaugen prägen Hubert Saupers Kuba-Porträt „Epicentro“.
Staunende Kinderaugen prägen Hubert Saupers Kuba-Porträt „Epicentro“.[ Stadtkino]
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In „Epicentro“ versucht Hubert Sauper eine Art poetischer Geschichtsschreibung. Rein ästhetisch betrachtet funktioniert das.

Der in Tirol aufgewachsene, für „Darwin's Nightmare“ 2006 für einen Oscar nominierte Filmemacher Hubert Sauper lässt seinen jüngsten Dokumentarfilm mit einer folgenschweren Explosion beginnen: mit dem Beschuss des US-Kriegsschiffs USS Maine durch spanische Kolonialherren im Jahr 1898. Es folgt aber keine nüchterne Nacherzählung historischer Ereignisse. Kaum hat das größtenteils mit Fördergeldern aus Österreich produzierte Kuba-Porträt begonnen, hört man den Regisseur mit nachdenklicher Stimme darüber philosophieren, welche Bedeutung es haben könnte, dass das Bombardement mit der Erfindung des Kinos zusammenfiel – parallel lässt er frühe Filmbilder über die Leinwand eines Kinos in Havanna flimmern.