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Viren

Die Gefahr aus dem Labor

Im vermeintlichen Elfenbeinturm der Wissenschaft kann es zu Gefahrenmomenten mit ungeahnten Folgen kommen.
Im vermeintlichen Elfenbeinturm der Wissenschaft kann es zu Gefahrenmomenten mit ungeahnten Folgen kommen.[ Christian Charisius/DPA/picturedesk.com ]
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Die These vom Laborunfall in Wuhan ist nicht vom Tisch. Experimentelle Pannen in der Forschung haben eine lange Vorgeschichte, inklusive Desinformationskampagnen.

Der Job als Polizeifotografin war der Britin Janet Parker zu stressig geworden, so wechselte sie 1975 an die Medizinische Fakultät der Universität Birmingham. Man brauchte sie hier für Mikrofotografien. Was sie nie besuchte, war das Pockenvirenlabor, das etwa 15 Meter von ihrer Arbeitsstelle entfernt lag. Es war eines der letzten, an denen geforscht wurde, die Krankheit galt bereits als ausgestorben. Trotzdem starb Janet Parker am 11. September 1978 an einer Pockeninfektion. Ein Luftkanal hatte Aerosole in den Raum geleitet, in dem sie arbeitete. Durch pures Glück und schnelle Reaktion der Gesundheitsbehörden, einschließlich Quarantäne für mehr als 300 Personen, wurde der tödliche Fehler nicht zu einer regelrechten Pandemie. Der Leiter des Labors, an dem Sicherheitsmängel festgestellt wurden, beendete sein Leben durch Suizid.