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Leitartikel

Wenn Herbert Kickl Chef sein will, muss er auch Vermittler werden

In der FPÖ sind einige gegen Kickl als Obmann. Sie haben aber niemanden, für den sie sein könnten.
In der FPÖ sind einige gegen Kickl als Obmann. Sie haben aber niemanden, für den sie sein könnten.(c) APA/MICHAEL GRUBER
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In der FPÖ sind einige gegen Kickl als Obmann. Sie haben aber niemanden, für den sie sein könnten. Ihnen bleibt: Warten – und hohe Erwartungen stellen.

Der Moment, in dem Herbert Kickl seine Möglichkeiten bewusst wurden, war vor ziemlich genau drei Monaten. Am 6. März stand der FPÖ-Klubobmann am Podium auf der Jesuitenwiese im Prater, und er war nicht allein. Tausende Menschen waren zu der Kundgebung gekommen. Und sie riefen gemeinsam mit Kickl: „Kurz muss weg!“ Wie viele Leute gegen die Corona-Maßnahmen protestierten, überraschte selbst Kickl und sein Team. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wusste man: Das sind Menschen, die sonst keine politische Heimat haben. Das sind die Wähler, die man sich (zurück-)holen will. Auch wenn sie von einigen in der FPÖ als „Narrensaum“ bezeichnet werden. Und man dafür teilweise wissenschaftlich fragwürdige bis hin zu widerlegte Aussagen tätigen muss.

Mit Selbstbewusstsein sprachen Freiheitliche, auch im Kickl-Lager, aktuelle Umfragen an. Proaktiv. Das ist durchaus überraschend: Für gewöhnlich werden solche Befragungen in der FPÖ bestenfalls als Momentaufnahme, schlimmstenfalls als Stimmungsmache belächelt. Aber der sanfte Anstieg auf 18 Prozent gefiel der FPÖ. Die Frage war nur, woher die neuen Anhänger kamen. 2019 hatte man Stimmen fast zu gleichen Anteilen an die ÖVP und das Nichtwählerspektrum verloren.

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