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Geldpolitik der US-Notenbank

Wie kommt die Fed da wieder raus?

US-Notenbank-Chef Jerome Powell will die Fehler seines Vorvorgängers nicht wiederholen und hält sich mit Aussagen zurück.
US-Notenbank-Chef Jerome Powell will die Fehler seines Vorvorgängers nicht wiederholen und hält sich mit Aussagen zurück.REUTERS
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Die Stunde der Wahrheit für das größte geldpolitische Experiment der Nachkriegszeit rückt näher. Neue Inflationszahlen stehen an, und Anleger blicken mit Argusaugen auf die Entwicklung im Juni und Juli.

New York. Es war im Mai 2013, als der damalige Notenbankchef Ben Bernanke andeutete, dass die Fed unter Umständen schon bald das Volumen an Anleihekäufen reduzieren könnte. Obwohl die Debatte nicht neu war und der Währungshüter im Prinzip die gleichen geldpolitischen Floskeln wie in den Monaten zuvor wiederholt hatte, brach Panik aus. Aktien stürzten ab, und Renditen für Staatsanleihen stiegen rasant an. Der Begriff „Taper Tantrum“ (Wutanfall der Märkte nach der Reduktion der Anleihekäufe) war geboren, und Investoren begannen sich zu wundern, wie die Zentralbank den Exit aus ihrer ultralockeren Politik jemals ohne Verwerfungen an den Märkten hinkriegen kann.