Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Schadenersatz

Verängstigter Bub darf anderes Kind bewerfen

Der Bub habe den Ast nur geworfen, weil er sich durch die Gruppe von fünf älteren Kindern bedroht fühlte (Symbolbild).
Der Bub habe den Ast nur geworfen, weil er sich durch die Gruppe von fünf älteren Kindern bedroht fühlte (Symbolbild).(c) imago/Westend61 (imago stock&people)
  • Drucken

Ein von Älteren mit Stecken bedrohter Achtjähriger verletzte mit einem Ast den Rivalen. Dem Täter könne man aber keinen Vorwurf machen, betont der OGH.

Wien. „Eltern haften für ihre Kinder“, so lautet ein auch auf Schildern gern verbriefter Text. Er stimmt nur so nicht. Eltern haften bloß, wenn sie selbst Schuld auf sich geladen haben, insbesondere, wenn sie ihre Aufsichtspflicht gegenüber dem Nachwuchs verletzt haben. Umgekehrt können aber Kinder selbst ausnahmsweise zur Haftung für ihr Verhalten herangezogen werden. Nämlich dann, wenn sie etwas getan haben, was ihnen auch in ihrem Alter schon als falsch erscheinen musste. Aber wie ist das, wenn man etwas an sich Schlimmes gemacht hat, aber nur, weil man von anderen Kindern davor eingeschüchtert worden ist? Die Frage galt es in einem aktuellen Fall zu beantworten.