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Untersuchung

Wie die Jungen arbeiten wollen

Flexibel und gut bezahlt.
Flexibel und gut bezahlt.imago images/Westend61
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Flexible Arbeitszeiten, gutes Grundgehalt, die Chance im Ausland zu arbeiten und große Unternehmen: So wünschen sich die Generationen X und Y ihre Arbeitgeber.

Im Vergleich zu früheren Generationen unterscheiden sich die beruflichen Wünsche junger Österreicher zwischen 16 und 28 Jahren deutlich. Sie streben nach mehr eigener Kontrolle über ihre Zeit und den Ort, an dem sie ihre Arbeit verrichten. Flexible und planbare Arbeitszeiten sowie die gelegentliche Nutzung von Homeoffice gelten bei den Befragten als die wichtigsten Kriterien, die der ideale Arbeitgeber erfüllen soll, ergab die Untersuchung „Dein idealer Arbeitgeber“ von PwC Österreich. „Aufgrund der Pandemie hat flexibles, remotes Arbeiten weltweit an Fahrt aufgenommen. Junge Menschen erwarten nun mehr denn je, von dieser Möglichkeit weiterhin Gebrauch zu machen. Da diese Art zu Arbeiten aber auch Vertrauenssache ist, gehören gute Beziehungen zu den direkten Vorgesetzten sowie ein guter Führungsstil zu den zentralen Themen“, ordnet Olivia Stiedl, People and Organisation Leader bei PwC Österreich, die Studienergebnisse ein.

Mehr Sicherheit durch gute Bezahlung

In der gegenwärtig unsicheren Wirtschaftslage ist auch besonders die Vergütung in den Vordergrund gerückt: Ein fixes Grundgehalt, aber auch die korrekte Bezahlung von Überstunden ist für junge Menschen von entscheidender Bedeutung. Zudem erwarten sich die Befragten von ihrem zukünftigen Arbeitgeber interessante und herausfordernde Tätigkeiten sowie eine leistungsbezogene Beförderung, die auf einer glaubwürdigen und fairen Beurteilung der Vorgesetzten basiert.

Die Anforderungen junger Österreicher an Arbeitgeber im Ranking

1. Flexible Dienstpläne und Arbeitszeiten
2. Gutes Grundgehalt 
3. Interessante und herausfordernde Arbeit 
4. Leistungsbezogene Beförderung – glaubwürdige und faire Leistungsbeurteilung 
5. Direkte Kollegen (im Team)
...
53. Gesellschaftliche Auswirkung der Arbeit 
54. Andere Menschen, mit denen man zusammenarbeitet
55. Private Nutzung des Diensthandys 


Arbeiten im Ausland – ja, aber nicht langfristig

Die Bereitschaft, für einen Arbeitsplatz den Standort zu wechseln, war historisch betrachtet in Österreich seit jeher gering. 60 Prozent der jungen Studienteilnehmer sind nun jedoch daran interessiert, für ihre Karriere temporär ins Ausland zu ziehen. Die persönliche Entwicklung gilt dabei für 65 Prozent dieser Gruppe als entscheidender Motivationsgrund. Über 50 Prozent der Befragten planen hingegen, langfristig in Österreich zu bleiben. Ein Großteil (69 Prozent) würde für ein höheres Gehalt allerdings auch den Standort innerhalb des Landes wechseln. Besonders multinationale Konzerne (81 Prozent) oder große heimische Unternehmen (63 Prozent) gelten für junge Österreicher als attraktive Arbeitgeber. Weniger interessant sind hingegen kleinere Unternehmen. Nur 40 Prozent können sich vorstellen, für einen Klein- oder Mittelbetrieb tätig zu werden.

Studienergebnisse im Ländervergleich

Insgesamt wurde die Studie in elf EMEA-Ländern durchgeführt, so auch in den Nachbarländern Ungarn und der Slowakei. Ein Vergleich zeigt: Die gesellschaftliche Auswirkung der eigenen Arbeit und eine inspirierende Büroumgebung wird in Ungarn und der Slowakei signifikant wichtiger eingestuft als in Österreich. Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz ist in Österreich doppelt so wichtig, in Ungarn sogar drei Mal so wichtig als in der Slowakei.